LITTAU/REUSSBÜHL: Beziehungsdelikt fordert einen Toten

Am frühen Freitagmorgen schoss ein Mann in einer Wohnung in Reussbühl auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und verletzte sie schwer. Danach richtete er sich selbst.

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(Symbolbild Michael Buholzer/Neue LZ)

(Symbolbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Heute Freitagmorgen kam es kurz nach 6 Uhr in Reussbühl in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Täschmattstrasse zu einem Beziehungsdelikt. Wie die Kantonspolizei Luzern mitteilt, begab sich ein 50-jähriger Serbe in die Wohnung seiner von ihm getrennten Ehefrau. Dort schoss er gemäss ersten Abklärungen mit einer Pistole auf seine 45-jährige Frau und verletzte sie dabei schwer. Danach richtete sich der Mann selbst.

Der Sohn befand sich noch in der Wohnung
Zum Tatzeitpunkt befand sich der 14-jährige Sohn des Paares in der Wohnung. Er wurde sofort beim Eintreffen der ersten Polizeipatrouillen aus der Wohnung begleitet und betreut, heisst es in der Mitteilung. Bei Eintreffen der Polizei lebte der mutmassliche Täter noch. Zwei Ambulanzteams des Sanitätsnotrufes 144 reanimierten den schwer verletzten Mann und fuhren die verletzte Frau mit dem Rettungswagen ins Luzerner Kantonsspital.

Der Abtransport des Schwerverletzten wurde über den Balkon in Erwägung gezogen. Aus diesem Grund wurde die Auto-Drehleiter der Feuerwehr Stadt Luzern aufgeboten. Da der Mann jedoch kurze Zeit später an seinen schweren Verletzungen verstarb, kam die Leiter nicht mehr zum Einsatz.

Täter war bereits vorbestraft
Zur Betreuung der Angehörigen wurde das Care Team aufgeboten. Der mutmassliche, verstorbene Täter war wegen diversen Delikten, unter anderem auch wegen Gewaltdelikten im häuslichen Bereich, vorbestraft. Der genaue Tathergang und die Begleitumstände sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Strafuntersuchung führt das Amtsstatthalteramt Luzern-Land.

ana