Littering kostet die Stadt Luzern jährlich 770'000 Franken

Das Liegenlassen von Abfällen sei ein zunehmendes Problem, sagt der Luzerner Stadtrat.

Robert Knobel
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Überfüllte Abfallkübel und Unrat auf dem Boden verteilt: Ein Bild aus der Luzerner Altstadt.

Überfüllte Abfallkübel und Unrat auf dem Boden verteilt: Ein Bild aus der Luzerner Altstadt.

Patrick Huerlimann

Das Einsammeln von liegen gelassenen Abfällen geht ins Geld. Gemäss einer Schätzung des städtischen Tiefbauamts müssen dafür pro Jahr rund 770000 Franken aufgewendet werden. Das schreibt der Luzerner Stadtrat in seiner Antwort auf eine Interpellation der CVP. Im obigen Betrag nicht eingerechnet sind die Reinigungsarbeiten während der Fasnacht, welche mit zusätzlichen 100000 Franken zu Buche schlagen. Hinzu kommen noch 30000 Franken für die Reinigung entlang von Gewässern. Grundsätzlich stellt der Stadtrat fest, dass Littering – also das Wegwerfen von Abfall auf den Boden – in letzter Zeit zugenommen hat. Die Gründe seien die immer zahlreicheren Verpflegungsangebote und Anlässe in der Innenstadt.

1000 Abfallkübel – und 50 Bussen wegen Littering

Auch die Aufhebung der Polizeistunde und das Rauchverbot in geschlossenen Räumen hätten dazu beigetragen, dass sich die Menschen öfter und länger im öffentlichen Raum aufhalten – was wiederum Einfluss auf das Abfallvolumen habe. Eine wichtige Präventionsmassnahme sei eine genügende Anzahl Abfallkübel. Zurzeit gibt es in der Stadt 1000 davon. Deren Unterhalt kostet 1,3 Millionen Franken pro Jahr. Auch die Polizei trägt zur Prävention bei: Sie stellt jährlich rund 50 Bussen wegen Littering in der Stadt Luzern aus.

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