LÖWENDENKMAL: Farbattacke: Bekennerschreiben aufgetaucht

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde das Löwendenkmal in Luzern mit roter Farbe beworfen. Jetzt scheint eine unbekannte Körperschaft im Internet die Tat gestanden zu haben. Das wirft Fragen auf.

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Das maltärtierte Löwendenkmal. (Bild Stapo Luzern)

Das maltärtierte Löwendenkmal. (Bild Stapo Luzern)

Das Schreiben wurde auf der gemäss der Einschätzung des Innenministeriums Nordrhein-Westfalens «linksalternative bis linksextreme» Internetsite Indymedia.org von einem User unter dem Pseudonym «Das Pressebüro» publiziert. Die Tat auf das Denkmal, das an die gefallenen Schweizer Leibwächter des französischen Königs beim Tuileriensturm 1792 in Paris erinnert, sei «symbolisch» gemeint, heisst es darin.

Authentisch oder Jux?
Es handle sich um ein «Zeichen der Solidarität» mit neun Leuten, die wegen des Verdachts, in Frankreich Terroranschläge auf TGV-Züge verübt zu haben, am 11. November des vergangenen Jahres verhaftet worden wären. Ob die dahinter stehende Körperschaft die Tat wirklich begangen hat oder ob es sich schlicht um einen Internet-Jux von «Das Pressebüro» handelt, kann derzeit nicht schlüssig beantwortet werden. Die Kantonspolizei Luzern analysiere das Schreiben, wolle sich aber nicht weiter dazu äussern, meldet die Online-Ausgabe der Gratiszeitung «20Minuten».

Mit Farbbeuteln beworfen
Am Montagmorgen wurde der Stadtpolizei gemeldet, dass das eben erst frisch restaurierte Löwendenkmal mit roter Farbe verunreinigt sei. Die ersten Abklärungen ergaben, dass eine unbekannte Täterschaft in der vergangenen Nacht von Sonntag auf Montag vermutlich Beutel mit roter Farbe gegen das Löwendenkmal geworfen hatte. Dabei wurde vor allem der Schriftzug unterhalb der Löwenskulptur verunreinigt. Ein Teil der Farbe floss auf die Eisoberfläche des teilweise gefrorenen Teichs. Der Sachschaden kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden.

Personen, die Angaben zum Vorfall und / oder Beobachtungen beim Löwendenkmal in der Zeit von So./Mo. 18./19.Januar, 17 Uhr bis 8 Uhr, gemacht haben, werden gebeten, sich bei der Stadtpolizei Luzern, Telefonnummer 041 208 77 11, zu melden.

scd