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LÖWENPLATZ: Trottoir erweitert – VBL-Busse gefährden Velofahrer

Die Stadt hat die Sicherheit für Fussgänger verbessert. Dennoch kommt es zu brenzligen Situationen.
Niels Jost
Das vergrösserte Trottoir links bei der Haltestelle Löwenplatz zwingt Busse dazu, einen Schwenk zu machen. (Bild Pius Amrein)

Das vergrösserte Trottoir links bei der Haltestelle Löwenplatz zwingt Busse dazu, einen Schwenk zu machen. (Bild Pius Amrein)

Bis zu 3000 Velofahrer radeln tagtäglich an der betroffenen Stelle vorbei: vom Schlossberg die Zürichstrasse runter zum Luzernerhof. Dort, nach dem Fussgängerstreifen, der vor dem Hotel de la Paix liegt, wurde kürzlich das Trottoir um rund zwei Meter erweitert. Grund: Das stark frequentierte Gehwegstück war zu eng. Folglich wichen Personen neben das Trottoir auf die Strasse aus – damit gefährdeten sie nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Kommt hinzu, dass die Stelle seit der Einführung des neuen Car-Regimes viel stärker frequentiert wird. Über das schmale Trottoir gelangen nämlich Car-Touristen vom Schwanenplatz zu ihrem Einstiegsort am Löwenplatz.

Was die Sicherheit für die vielen Fussgänger erhöhen dürfte, birgt aber Gefahr für die Verkehrsteilnehmer auf der Strasse, allen voran für die Velofahrer. Grund sind die VBL-Busse. Diese können wegen des erweiterten Trottoirs nicht mehr wie zuvor von der Haltestelle geradeaus weiterfahren, sondern müssen links ausschwenken – und geraten somit auf den Velostreifen und die andere Fahrbahn.

Neue Ampel ist «suboptimal»

Die Lösung für das Problem: eine Ampel. Diese schaltet beim Fussgängerstreifen für die wartenden Busse und Velofahrer noch vor den anderen Verkehrsteilnehmern auf Grün. Damit können sie vorzeitig wegfahren. Für VBL-Sprecher Christian Bertschi ist das aber eine suboptimale Lösung. «Für unsere Chauffeure ist das ausgebaute Trottoir ein Problem», sagt Bertschi auf Anfrage. «Der Velostreifen führt so weit nach vorne, dass die Fahrradfahrer bei Rot vor den Bussen halten.»

Beim Wegfahren kämen sie sich dann in die Quere. Das habe bereits zu «brenzligen Situationen» geführt, so Bertschi. Dies gilt es in Zukunft zu verhindern – die Sicherheit habe immer oberste Priorität, betont Bertschi. Die VBL wolle deshalb die Situation genau beobachten und allenfalls mit der Stadt nach besseren Lösungen suchen. Gröbere Unfälle gab es an dieser Stelle seit dem Ausbau keine, bestätigt die Luzerner Polizei auf Anfrage.

Die Vor- und Nachteile des erweiterten Trottoirs habe man bei der Verkehrsplanung abgewogen, sagt Roland Koch, Verkehrsexperte beim städtischen Tiefbauamt. Auch VBL-Experten waren in die Planung mit einbezogen.

Die Gefahr des durch die Busse notwendigen Ausschwenkens sei laut Koch erkannt worden, wurde aber als vertretbar beurteilt. «Der gesamte Strassenabschnitt ist jetzt mit dem ausgebauten Trottoir sicherer – auch wenn die Busse ausschwenken müssen», versichert Koch.

Den Wartebereich des Velostreifens nach hinten zu verschieben, damit wartende Fahrradfahrer den Bussen nicht mehr im Weg stehen, sei keine Option. Übrigens: Grundsätzlich gilt für alle Verkehrsteilnehmer, einem Bus, der von einer Haltestelle auf die Strasse einbiegen will, Vortritt zu gewähren.

Niels Jost

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