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Wegen Schneemangels: Eigenthaler Langlaufloipe soll künstlich beschneit werden

Damit die Langlaufloipe im Eigenthal nicht aufgegeben werden muss, hat der zuständige Tourismusverein den Kauf einer Schneelanze beschlossen. Das letzte Wort hat allerdings der Kanton Luzern.
Gabriela Jordan
Beste Pistenverhältnisse wie auf dem Bild hier sind im Eigenthal seltener geworden. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Beste Pistenverhältnisse wie auf dem Bild hier sind im Eigenthal seltener geworden. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Wie andere kleine und tiefgelegene Skigebiete hat auch das Eigenthal mit immer weniger Schnee zu kämpfen. Gegenüber früher können die dortigen Langlaufloipen in manchem Winter nur noch an halb so vielen Tagen benutzt werden. Jetzt will der Tourismusverein «Pro Eigenthal Schwarzenberg» handeln und auf die Möglichkeit der künstlichen Beschneiung zurückgreifen. Der Verein ist für den Betrieb der Loipe zuständig. «Wir haben zwei schlechte Winter mit jeweils nur etwa 50 Loipen-Tagen hinter uns», erklärt Präsident Ueli Spöring. «Früher hatten wir solche mit 100 Tagen. Wir mussten uns deshalb etwas einfallen lassen.»

Vorgesehen ist nun, im Gebiet Schnäggebode eine mobile Schneelanze zu installieren. Gegenüber Schneekanonen seien Lanzen erstens leiser und zweitens würden sie viel weniger Energie benötigen. «Die Lanze kann Schnee für etwa zwei Pistenkilometer produzieren. Mit einem Pistenfahrzeug soll der Schnee dann auf die gesamte Anlage verteilt werden», erklärt Spöring. Das Loipennetz im Eigenthal umfasst 16 Kilometer für die klassische Loipe und 17 Kilometer für die Skating-Technik. Es liegt auf ungefähr 1000 Meter über Meer. Zum Vergleich: Das ebenfalls beliebte Loipennetz im Langis auf dem Glaubenberg liegt auf 1440 Meter über Meer.

Wasser kommt von EWL statt aus dem Bach

Der Verein rechnet mit einmaligen Investitionskosten von 235000 Franken. Die Unterhaltskosten sind auf 18500 Franken veranschlagt. Darin enthalten sind Strom- und Wasserkosten, den grössten Teil machen mit 14000 jedoch die Personalkosten für das Verteilen des Schnees aus. «Das Wasser können wir ausserdem unterirdisch von der EWL beziehen und müssen es nicht dem Rümlig-Bach entnehmen», so Spöring.

Trotz des Strom- und Wasserverbrauchs ist der Verein überzeugt, dass die Energiebilanz positiver als ohne Schneelanze ausfällt. «Wenn die Leute aus der Region nicht bei uns Langlaufen können, fahren sie mit dem Auto zum Beispiel ins Langis hinauf – und verbrauchen letztlich viel mehr Energie.» Die zusätzlichen Energiekosten würden somit durch weniger Reisekilometer kompensiert. Durch das grosse Einzugsgebiet sei ein ausreichendes Kundenbedürfnis vorhanden. «Unser Kernauftrag ist, das Naherholungsgebiet Schwarzenberg-Eigenthal zu fördern. Dem wollen wir nachkommen». Hinzu komme, dass auch lokale Anbieter wie die Skischule oder das Gastgewerbe von einer regen Benützung der Loipe profitieren.

140 Mitglieder wollten über Kunstschnee entscheiden

Dem ganzen Vorhaben wurde an der Generalversammlung vom Mittwoch grossmehrheitlich zugestimmt. Das Thema vermochte laut Spöring zudem recht zu mobilisieren: Insgesamt waren von den knapp 1600 Mitgliedern etwa 140 anwesend. Abhängig ist die geplante Beschneiung allerdings noch vom Kanton, der dafür seine Bewilligung geben muss. Derzeit laufen die Vorabklärungen.

Für den Verein war die künstliche Beschneiung angesichts der sich verändernden Umweltbedingungen schon länger eine Option. Konkreter wurde es schliesslich an der letztjährigen Generalversammlung. Damals erhielt der Vorstand den Auftrag, Abklärungen zu treffen. Für die Planung zog man laut Spöring auch Spezialisten bei und holte das Einverständnis von Landeigentümern und Pächtern ein.

Eine weitere Investition des Vereins betrifft die öffentlichen Toiletten. Wie an der Generalversammlung am Mittwoch informiert wurde, soll das bestehende WC-Häuschen Sonnhalde beim Parkplatz Gantersei saniert werden. Im Gebiet Fuchsbühl beim Eigenthalerhof ist zudem ein neues WC-Häuschen geplant. Für beide Gebäude beträgt der Investitionskredit 360000 Franken. Darin enthalten sind Reserven von je 14500 Franken.

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