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Tipps und Tricks zum Schminken: So setzen Sie an der Lozärner Fasnacht Akzente

In der Stadt Luzern sind sie praktisch obligatorisch: Grende. Auf der Landschaft hingegen bedient man sich häufig auch Pinsel und Schwamm, um dem Gesicht den fasnächtlichen Touch zu verleihen. Wir geben Tipps im Video.
Martina Odermatt
Valentin Stanger aus Reiden bemalt von seiner Frau Rita: Vor allem auf dem Land ist die Kunst des Schminkens weit verbreitet. (Bilder: Pius Amrein, 25. Januar 2019)

Valentin Stanger aus Reiden bemalt von seiner Frau Rita: Vor allem auf dem Land ist die Kunst des Schminkens weit verbreitet. (Bilder: Pius Amrein, 25. Januar 2019)

In vielen Garagen und Hobbyräumen dürfte im Moment noch kräftig gehämmert, gekleistert und gebastelt werden. Denn bald schränzt und kracht es im ganzen Kanton wieder, wenn die fünfte Jahreszeit heranbricht. Fix zum Programm gehören nebst originellen und aufwendigen Kostümen besonders in der Stadt auch selbst gebastelte Grende. Diese Zeitung kürt sogar jährlich «de beschti Grend». Doch je weiter sich Fasnachtsverrückte von der Stadt Luzern entfernen und auf die Landschaft gehen, desto häufiger dürften ihnen nicht gfürchige Grende begegnen, sondern bunt bemalte Gesichter.

Rita Stanger aus Reiden schminkt viele Leute von Hand für die Fasnacht.

Rita Stanger aus Reiden schminkt viele Leute von Hand für die Fasnacht.

Eine, die viel Erfahrung mit dem bunten Bemalen von Gesichtern hat, ist Rita Stanger. Die Reiderin ist Fasnächtlerin durch und durch. Vergangenes Jahr hat sie mit ihren Kolleginnen vom Vorstand der Fasnachtsgesellschaft Reiden – wohl dem einzigen Luzerner Fasnachtsvorstand, der in reiner Frauenhand ist, die Dorffasnacht komplett umgekrempelt. Die Reaktionen darauf seien durchaus positiv gewesen, sagt Stanger, bevor sie zurück zum Schminken kommt: Dafür hat Rita Stanger ein eigenes Atelier, im Keller ihres Wohnhauses. Farbtöpfchen, Schwämme und Pinsel reihen sich ordentlich aneinander.

Um uns in die Kunst des Schminkens für die Fasnacht einzuweihen, steht netterweise ihr Mann Valentin Stanger Modell. Ohne gross zu überlegen, holt sie einen grünen und einen gelben kleinen Farbtopf, tunkt die Schwämme in die Farbe und beginnt, das Gesicht zu grundieren. «Angefangen hat alles, als ich 16 war», sagt Stanger. Sie könne sich noch gut an den Moment erinnern, als sie in die Apotheke ging und mit ihrem hart verdienten Lehrlingslohn ihre erste Kryolan-Palette kaufte.

An der Fasnacht dann schminkte sie alle Mitglieder der Guuggenmusig, in welcher ihre Schwester aktiv war. In Reih und Glied seien die Guugger auf der Treppe gestanden und hätten gewartet, bis sich Stanger ihnen widmete. Das Feuer war entfacht, Stanger schminkte immer mehr Leute, legte sich professionelle Utensilien zu und war bald rundherum bekannt für ihre Kunst. So entschloss sie sich, die Ausbildung zur Maskenbildnerin zu machen und weitete ihr Tätigkeitsbereich auch auf die Theaterwelt aus.

Welche Tipps und Tricks Rita Stanger für die Fasnacht mitgibt, sehen Sie im Video:

Gibt es einen Schmink-und Grend-Graben?

Doch es gibt noch andere Techniken als das Handschminken, um sich in der Fasnachtszeit das Gesicht zu bemalen. Für viele Guuggen etwa wäre dies zu aufwendig. Sie werden deshalb mit der Airbrush-Pistole fasnachtstauglich gemacht. Dies macht etwa Severina Gogg aus Altishofen. Auch sie hat sich mit ihren Fertigkeiten einen Namen gemacht, inzwischen ist Gogg über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Zu Spitzenzeiten waren es bis zu elf Guuggenmusigen, bei denen sie mit ihrem Werkzeug für Farbe im Gesicht gesorgt hat. Mittlerweile hat sie den Kreis ihrer Kunden wieder eingegrenzt. Denn: Das Airbrushen sollte für sie ein Hobby bleiben, wie sie sagt. Mehr über ihre Kunst lesen Sie im folgenden Porträt:

Eine Frage bleibt zum Schluss noch offen: Wieso schminken sich eigentlich die Einen, während andere Fasnächtler Grende basteln? Grendebaschtler Pascal Piffaretti wagt im «Nachgefragt» pointierte Antworten:

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