Lozärner Usdröck: «Aupott»

Jemand fragt oder tut immer wieder das Gleiche – dann sagen die Luzerner für gewöhnlich: Er tut es «aupott». Doch: Woher kommt dieses Wort eigentlich?

Simon Mathis
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Wenn etwas «aupott» oder «auport» passiert, geschieht es so häufig, dass es fast schon ein bisschen nervt. Eine Leserin beschreibt das so: «Das Wort brauchen wir noch heute, wenn jemand immer wieder das Gleiche fragt oder tut. So ein richtiger Stürmi!» Das Wort findet sich sowohl in Röösli-Balmers «Entlebucher Mundart», als auch in Hüppis «Soorser Wöörterbüechli». Das Mundartwörterbuch Idiotikon verortet den Begriff zudem in Nid- und Obwalden, in Zug, Uri und im Emmental.

Das Wort ist eine Zusammensetzung aus «all» und «Bott». Das Bott sei eine Ableitung des Verbs «bieten» und könne unter anderem Angebot oder Aufgebot heissen, hält Christoph Landolt vom Idiotikon in einem Blogeintrag fest. Wer ins Militär einrücken muss, bekommt «s Bott». Aber auch Vereine laden mit einem Bott zu ihrer Versammlung ein. Neben «aupott» könne man auch «äis Botts» (plötzlich) oder «z eerschte Botts» (zuerst) sagen, schreibt Landolt. «All Bott» bezeichne demgegenüber keinen bestimmten Moment, sondern das Andauern eines Ereignisses.

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