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Lozärner Usdröck: «Baabi, Bääbi»

Wer als «Baabe» bezeichnet wird, dürfte dies vermutlich nicht so gerne hören. Gemeint ist damit eine einfältige Person – meist eine Frau, selten ein Mann. Doch woher stammt der Begriff?
Simon Mathis

Der Dialekt bringt häufig Bezeichnungen hervor, die alles andere als schmeichelhaft sind. So das Wort «Baabi» oder «Babali», das eine kindische und einfältige Person bezeichnet. Eine Leserin aus Luzern gibt ein Beispiel: «Sie esch es Babali, sie verlürt immer alles.» Meistens meint man mit Babali ungeschickte Frauen, es gibt aber auch vereinzelte Fälle von männlichen «Baabene».

Als Ursprung des Wortes kann man den Eigennamen Barbara annehmen, etwa in der Form «Bärbeli». Laut Mundart-Wörterbuch Idiotikon könnte auch das alte kindliche Lallwort «Bab» in die Bedeutung hineinspielen. Mit ihm verwandt ist das englische «Baby», aber auch der verbreitete althochdeutsche Personenname «Baba». Ferner bedeutet «Babe» im Mittelhochdeutschen «altes Weib».

Nah verwandt mit all diesen Bezeichnungen ist das «Bääbi», die Spielpuppe. Dazu gehört auch das Verb «bääbele», das sich auch abwertend im Sinne von verhätscheln verwenden lässt. Schliesslich hiess bääbele früher auch, sich dümmlich zu verhalten. Womit wir wieder beim Baabi wären.

Hinweis: Kennen Sie typische «Lozärner Usdröck»? Schicken Sie Ihre Vorschläge an folgende E-Mail-Adresse: dialekt@luzernerzeitung.ch
Das Schweizerdeutsche Online-Wörterbuch: www.idiotikon.ch

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