Lozärner Usdröck: «Bääje»

Lange vor dem Toaster-Zeitalter hatten die Luzerner für das Rösten des Brots ein eigenes Wort: «bääje». Und natürlich sagte man damals auch dem Toastbrot anders.

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Im 8. Jahrhundert gab es zwar noch keine Toaster. Das Wort für toasten existierte trotzdem schon: «bääje». Laut Idiotikon heisst es «etwas durch Einwirkung von Wärme langsam erweichen, halb schmoren, rösten». Im Luzernischen hat sich das Verb bis heute gehalten. Auch für das Toastbrot haben die Luzerner eine eigene Bezeichnung: «Bääibrot».

In Luzern brauchte man das Wort «bääje» im übertragenen Sinne auch für jemanden, der in der Sonne faulenzte. In einzelnen Mundarten finden sich auch Spuren der alten Bedeutung von wärmende und heilende Umschläge machen. So etwa in der Wendung «s Aug mit Milch bääje». (sma)

Hinweis: Kennen Sie typische «Lozärner Usdröck», die in Vergessenheit geraten sind? Wir sammeln die Wörter und erklären sie. Vorschläge können Sie direkt per Mail einschicken: dialekt@luzernerzeitung.ch

Das Schweizerdeutsche Online-Wörterbuch: www.idiotikon.ch