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Lozärner Usdröck: «Chrüsimüsi»

Auf Schweizerdeutsch heisst es statt Tohuwabohu und Wirrwarr eher «Chrüsimüsi». Das Wort ist verwandt mit allerlei krausen Sachen, zum Beispiel den «Chrusali».

Simon Mathis
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Ob man es «Chrüsimüsi», «Chrusimusi» oder «Chrosimosi» nennt – ein solches zu haben ist nie ganz angenehm. Wer ein Chrüsimüsi beklagt, ist etwa mit einem unentwirrbaren Kabelsalat konfrontiert, mit unordentlichem Kleinkram oder mit einem konfusen Gedankengang. Das Mundartwörterbuch Idiotikon verortet den Begriff in Luzern, aber auch im Freiamt und in Basel.

Das Chrüsimüsi beschreibt ein heilloses Durcheinander, allerdings mit Milde. Beschrieben wird ein Mischmasch von kindlich unschuldigem, fast charmantem Charakter. Das Idiotikon umschreibt das «Krusimusi» mit den Worten «allerlei krauses Zeug». «Kraus» heisst wild gelockt; daher auch die «Chrusali», die Locken. Erwähnt wird das Chrusimusi auch in Karl Imfelds Obwaldner Wörterbuch.

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