Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Lozärner Usdröck: «Doone»

«Deetä», «dääne», «doone»: Im Schweizerdeutsch gibt es komische Wortkreationen. Gewisse bringen gar Sprachwissenschafter ins Schwitzen.

Woran merkt man, dass man es mit Sicherheit mit einem Luzerner zu tun hat? Wenn er nicht «da» sagt, sondern «doone». Das Wort braucht er aber eher selektiv, wie eine Umfrage unter Luzernern auf unserer Redaktion ergab. Sie sagen «ech be do», aber «es esch doone». In den Ohren von Nicht-Luzernern klingt dieser Ausdruck ziemlich eigenartig, ja sogar nervig, wie eine Leserin schreibt. Für Sprachwissenschaftler stellt er ein Rätsel dar. In welchen Regionen man «doone» sagt und wie das Wort entstanden ist, können sie nicht erklären. Es ist nämlich nicht dokumentiert, was darauf hindeutet, dass es erst in den vergangenen 50 Jahren in den Wortschatz aufgenommen wurde. Ähnlich veränderte Wörter gibt es übrigens einige. Zum Beispiel «deete» oder «dääne».

«Doone» könnte aus dem neuhochdeutschen «von dannen» abgeleitet sein, mutmasste Sprachexperte Markus Gasser in der Sendung «Schnabelweid» von Radio SRF. «Von dannen» bedeutet daher oder dorthin: «Er ging von dannen». Interessanterweise spricht Gasser davon, dass der Begriff vor allem auf dem Land zu hören sei. Doch wer seine Ohren spitzt, hört «doone» auch in der Stadt und Agglomeration Luzern. (cgl)

Hinweis: Kennen Sie typische «Lozärner Usdröck»? Schicken Sie Ihre Vorschläge an folgende E-Mail-Adresse: dialekt@luzernerzeitung.ch
Das Schweizerdeutsche Online-Wörterbuch: www.idiotikon.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.