Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Lozärner Usdröck: «Figgä»

Ein Luzerner Senior verwendete diesen Ausdruck am Küchentisch vor seinen Enkelkindern. Sein Schwiegersohn tadelte ihn allerdings zu Unrecht.
Simon Mathis

Nein, mit dem vulgären Verb für Geschlechtsverkehr hat das Wort «figgä» nichts zu tun. Es kann nämlich auch stehlen und klauen bedeuten. Diese unterschiedlichen Bedeutungen brachten einen Leser aus dem Raum Sursee einst in die Bredouille. Er gebrauchte den Ausdruck nämlich einmal vor seinen Enkelkindern. «Wer hed mer mis Löffeli gfigget?», fragte er am Küchentisch. Der Schwiegersohn sei entrüstet gewesen, berichtet unser Leser. Er habe den Schwiegersohn dann mithilfe des Internets davon überzeugen können, dass das Wort nicht nur mit Sex zu tun haben muss.

«Figgä» ist laut Mundartwörterbuch verwandt mit dem neuhochdeutschen Wort «fuckeln», das so viel wie betrügen bedeutet. Auch das alte Verb «fuggeren» gehört wohl zu dieser Familie; es heisst heimlich entwenden. Bedeutungsgleich ist der veraltete Begriff «fecken», der in Schwyz, Nid- und Obwalden belegt ist. Neben stehlen bedeutete «figgä» auch reiben, kratzen oder unruhig hin und her rutschen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.