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Lozärner Usdröck: «Gänterli»

Von wegen «Chuchichäschtli»: Im Luzernischen sagt man «Gänterli». Ein solches stand früher nicht nur in der Küche, sondern auch im Wohn- und Schlafzimmer.
Simon Mathis

«Chuchichäschtli» ist wohl das bekannteste Schweizerdeutsche Wort überhaupt. Im Luzernischen und vielen Teilen der Innerschweiz sagt man dazu aber «Gänterli». Das war ursprünglich ein Speisebehälter mit gegitterter Türe. Hier liegt auch die Wurzel des Wortes: Gänter heisst so viel wie Gitter, wie man im Mundart-Wörterbuch Idiotikon nachlesen kann.

Auch im Schlaf- und Wohnzimmer fand sich ein Gänterli. Mit dem Wort bezeichnete man einen Kasten, in dem man Kleider verstaute. Im Wohnzimmer war das Gänterli ein Kästchen zur Aufbewahrung kleiner und wertvoller Gegenstände. Der Schriftsteller Jeremias Gotthelf bezeichnete das Gänterli als «Schatzkammer des Hauses».

Das Wort Gänter ist lateinischen Ursprungs. «Canterius» bezeichnete die hölzernen Sparren eines Daches oder Fasses. Daraus entwickelte sich «Ganter», das eine besondere Stelle im Keller bezeichnete: Abgetrennt mit Brettern lagerte man dort Früchte und Kartoffeln. Heutzutage kann man mit Gänterli ganz allgemein einen kleinen Schrank oder Kasten bezeichnen.

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