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Lozärner Usdröck: «Gaggalaari»

«So ein Gaggalaari!» – man weiss: Das ist keine besonders schmeichelhafte Bezeichnung für eine Person. Hinter dem Wort steckt aber noch viel mehr.
Simon Mathis

Der «Gaggalaari» oder «Ganggelaari» ist ein Mensch, bei dem alles etwas länger dauert. Ein Tunichtgut oder Hallodri könnte man sagen, dümmlich, unzuverlässig und träge. Diese Trägheit könne auch im äusseren Erscheinungsbild des Gaggalari erkennbar sein, schreibt das Mundartwörterbuch Idiotikon – und erwähnt schlaff hängende Arme. Die zwei Teile des Begriffes verweisen wohl auf zwei Verben: «ganggle» und «lare».

Ganggle beschreibt das Wippen, insbesondere das eines Stuhles. Wer im Gehen schwankt, gangglet aber ebenfalls, wie Josef Zihlmann in seinem Buch über die Sprache des Luzerner Hinterlandes festhält. Im übertragenen Sinne könne ganggle auch Zeit verschwenden bedeuten. Dieselbe Bedeutung hat dann auch das Wort «gänggele».

Vom Doremi zum Larifari

Das Verb lare bedeutet laut dem Wörterbuch Idiotikon lallend singen oder sprechen. So, dass das Gegenüber nur «La-La» hört. Schon das Substantiv «Lari», «Lali» oder «Löli» bezeichnet einen langsamen und albernen Menschen.

Eine Verwandtschaft mit «Larifari» (unsinniges Geschwätz) oder «Lirum Larum» (Nachlässigkeit) ist hier gut denkbar. Zumal Larifari eine Übertragung aus den Silben des Doremi ist: Die Tonabfolge «La re fa re» bezeichnete früher ein inhaltsleeres Gedudel.

Hinweis
Kennen Sie typische «Lozärner Usdröck»? Schicken Sie Ihre Vorschläge an dialekt@luzernerzeitung.ch.
Das Schweizerdeutsche Online-Wörterbuch: www.idiotikon.ch

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