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Lozärner Usdröck: «Häli»

Im Advent werden so viele gebacken wie sonst nie: die Guetzli. Wer Lokalkolorit in seine Sprache bringen will, kann ihnen auch «Häli» sagen.
Simon Mathis

Weihnachten naht. So mancher Backofen dürfte zurzeit auf Hochtouren laufen. Das Guezle hat Tradition – entsprechend reich ist hier auch der Mundart-Fundus. Neben dem klassischen «Guezli» und dem «Chräpfli» gibt es einen Begriff, der typisch für Luzern ist: das «Häli». Ein Leser berichtet von seinem Stadtluzerner Vater, der nach dem Essen jeweils gesagt habe: «Etz nämmer nu es Häli!» Damit habe er einen Keks gemeint.

Ein Blick ins Entlebucher Mundartwörterbuch verrät, dass «Häli» insbesondere auf das beliebte Willisauer Ringli verweist. Aber auch Schleckzeug ganz allgemein kann man damit bezeichnen. Eine Leserin erinnert sich, dass man als Kind vom Bäcker ein «Häli» erhielt, wenn die Mutter ein Brot kaufte.

Die Wurzeln des Begriffs finden sich wohl im Tierreich. Früher wurden nämlich kleine runde Honigkuchen hergestellt, so genannte «Häli-Böcke» oder «Holebänze». Diese zeigten auf der Oberseite ein ruhendes Lamm. Und im Kindermund hiessen junge Schafe «Häli». So hat das Gebäck, das auch heute noch in Einsiedeln produziert wird, sprachlich Karriere gemacht.

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