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Lozärner Usdröck: «Höugili»

Es ist ein Brauch, den früher ganz Europa kannte: Das Verteilen von «Leidhöugili» an Beerdigungen. In der Innerschweiz lebt diese Tradition teils noch fort.
Simon Mathis

Kaum ein Mundartwort ist so stark mit dem christlichen Glauben verknüpft, wie «Höugili» oder «Helgili». Meistens meint man damit so genannte «Leidhöugili», das heisst Totenzettel. Sie zeigen das Porträt einer verstorbenen Person, begleitet von ihren Lebensdaten und manchmal einer knappen Biografie. Es ist Tradition, dass Angehörige solche Zettel an der Beerdigung verteilen oder per Post verschicken. Dieser Brauch war früher in ganz Europa verbreitet, in der Zentralschweiz hat er teilweise bis heute Bestand.

Das Höugili stammt ab vom Begriff «Helg». Das ist ein kleines Bild, das ursprünglich einen Heiligen zeigte. Helg ist denn auch eine ältere Variation des Adjektivs «heilig». Kapuziner verschenkten Helgen an die Bevölkerung, wie dem Mundart-Wörterbuch Idiotikon zu entnehmen ist. Damals dienten die meist aus Papier gefertigten Heiligenbilder als Lesezeichen.

Wer in der Innerschweiz wandert, stösst hin und wieder auf «Höugestöckli»: kleine Pfeiler, die ein Heiligenbild beinhalten. Sie laden zum Innehalten und Beten ein.

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