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Lozärner Usdröck: «Hudigääggeler»

Hudigääggeler ist wohl jedem geläufig. Doch woher stammt dieser Ausdruck eigentlich?
Simon Mathis

Die Schweizer Volksmusik ist auch über die Landesgrenzen hinaus beliebt. Aber nicht alle mögen sie. Und wer sie nicht mag, kann dies mit einem klangvollen Wort zum Ausdruck bringen: «Hudigääggeler». Der Begriff bezeichnet (nicht nur) in Luzern schlecht gespielten Ländler. Der Ursprung des Wortes reicht ins 19. Jahrhundert zurück. In Einsiedeln spielten damals mehrere Ländlerkapellen um Johann Fuchs. Ihr Stil, der die Innerschweizer Volksmusik nachhaltig prägen würde, war überaus erfolgreich. Im Volksmund wurde er «Hudeli-Musik» genannt.

«Hudeli» war der Übernahme der Fuchs-Familie. Denn Fuchs’ Urgrossmutter soll ihre Hühner und Enten mit dem Ausruf «Chum Hudeli, Hudeli chum, chum!» in den Stall gelockt haben. Das berichtet Pius Ruhstaller im Buch «Volksmusik Einsiedeln – Alpthal – Ybrig». Der Zusatz «Gääggeler» dürfte vom Verb «gäggen» oder «gägglen» abgeleitet sein, das laut Mundart-Wörterbuch Idiotikon so viel wie «widerlich schreien» oder «unangenehm tönen» bedeutet. Dass die Kapellen um Johann Fuchs die Bezeichnung Hudigääggeler nicht goutierten, versteht sich daher von selbst. (sma)

Kennen Sie typische «Lozärner Usdröck»? Schicken Sie Ihre Vorschläge an folgende E-Mail-Adresse: dialekt@luzernerzeitung.ch.

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