Serie

Lozärner Usdröck

In unserer Serie stellen wir typische Lozärner Usdröck vor, die in Vergessenheit geraten sind. 

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Lozärner Usdröck: «Tüüssele»

Wer auf leisen Sohlen unterwegs ist, «tüüselet ume». Das Wort hat Verwandte in der Jägersprache – und im Französischen.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Plange»

Wer auf etwas «plangt», wartet sehnsüchtig – zum Beispiel auf Weihnachten. Die Wurzel dieses Wortes ist das Verb langen; sich lang machen, um etwas zu erreichen.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Hecku»

Wenn's kalt wird, bilden sich auf den Fingern manchmal Risse. Diese kann man auch «Hecku» nennen. Es ist ein Wort mit vielen Verwandten: darunter «hacken» und «Hag».
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «z’Chilt goh»

Unsere heutige Wendung beschwört ein mehr oder minder romantisches Bild aus alten Tagen: Einen jungen Mann nämlich, der auf den Balkon seiner Geliebten klettert.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Versuume»

Wenn man beim Gespräch die Zeit vergisst, hat man sich «versuumed». Auch seine Mitmenschen kann man «versuume» – das hat aber weniger mit Böswilligkeit als mit Gedankenlosigkeit zu tun.
Simon Mathis
Serie

Lozärner Usdröck: «Bölimaa»

Wenn es früher dunkel wird, treibt der «Bölimaa» sein Unwesen – nicht nur in Luzern und der Schweiz. Das Schreckgespenst soll Kinder dazu bringen, rechtzeitig nach Hause zu kommen.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Woufu»

Eine preiswerte und erschwingliche Ware lässt sich im Luzernischen auch «woufu» nennen, wie uns ein Leser schreibt.

Lozärner Usdröck: «Chilbi»

Wie die «Määs» verwandelte sich auch die «Chilbi» langsam von einer kirchlichen in eine weltliche Feier. In der Zentralschweiz geht bei der «Älplerchilbi» und «Sennechilbi» beides Hand in Hand.
Simon Mathis
Serie

Lozärner Usdröck: «Määs»

Warum sagt man eigentlich «Määs» zur Lozärner Määs, die zurzeit wieder auf dem Inseli stattfindet? Denn wer am Sonntag «z'Chele» geht, spricht bekanntlich von der Mäss – und bei beidem geht's ja um die Messe.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Ei Wöhli»

In der Zentralschweiz ist einem nicht wohl – sondern «ei Wöhli». Das Wohl sollte aber nicht verwechselt werden mit der Wehe, dem Nidwaldner «weelich».
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Gaggalaari»

«So ein Gaggalaari!» – man weiss: Das ist keine besonders schmeichelhafte Bezeichnung für eine Person. Hinter dem Wort steckt aber noch viel mehr.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Figgä»

Ein Luzerner Senior verwendete diesen Ausdruck am Küchentisch vor seinen Enkelkindern. Sein Schwiegersohn tadelte ihn allerdings zu Unrecht.
Simon Mathis
Kolumne

Lozärner Usdröck: «Scheese»

Wer in der Schweiz einen Kinderwagen herum schiebt, nennt diesen kaum so, sondern eher «Scheese». Der Ursprung dieses Begriffes liegt nahe: nämlich in der französischen Sprache.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Schnöigge»

Wer schnöiggt, steckt seine Nase in Angelegenheiten, die ihn nichts angehen. Die fleissigsten Schnöigger sind aber nicht Diebe, sondern Kinder.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck «Gschmuuch»

Was für ein schönes Wort, für etwas, das einem nicht ganz geheuer ist. Verwandt ist auch der Ausdruck «schmüchele» – etwa dann, wenn sich ein Kind an seine Eltern schmiegt.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Schnäderfrääs»

Der «Schnäderfrääs» hat ein wählerisches Wesen. Zu Tisch ist er oft unzufrieden, da er nur das isst, was ihm gänzlich schmeckt – und das ist wenig.
Simon Mathis

Gesucht: Lozärner Usdröck

Kennen Sie typische Lozärner Usdröck, die in Vergessenheit geraten sind? Wir sammeln die Wörter und erklären sie. Vorschläge können Sie direkt per Mail einschicken: dialekt@luzernerzeitung.ch
Das Schweizerdeutsche Online-Wörterbuch: www.idiotikon.ch

Lozärner Usdröck: «Höiu»

Der «Nachthöiu» ist eine Dialekt-Variante der Eule. Davon abgeleitet kennt man den «Höiu» auch als Begriff für eine ungepflegte Frisur – besonders für Frauen ein wenig schmeichelhafter Ausdruck.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Jo no so de!»

Wer «Jo no so de!» sagt, ist eher resigniert, fügt sich pflichtbewusst seinem Schicksal, allerdings aus einer gewissen Ruhe, Distanz und Würde heraus.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Gusle und Güsu»

Wer «guslet», zappelt und stochert aufgeregt herum. Unwirsches Wetter lässt sich mit dem Wort ebenfalls beschreiben. Das Verb ist nicht nur verwandt mit dem «Güsu», sondern auch mit einer bekannten isländischen Fontäne.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Chnuupesaager»

Er ist geizig und durchtrieben: der «Chnuupesaager». An der Luzerner Fasnacht sind die Geizhälse und Rappenspalter aber auch musikalisch unterwegs – als Guuggenmusig.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Häimlifäiss»

«Häimlifäisse» Zeitgenossen sind ganz anders, als sie scheinen: reich statt arm, hämisch statt schüchtern. Dafür liegt die Herkunft des Wortes genau dort, wo man sie vermutet.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Sä do!»

Die geheimnisvolle Silbe «Sä» war früher weit verbreitet – und multifunktional. In Luzern war vor allem die Aufforderung «Sä do!» bekannt. Wissen Sie, was sie bedeutet?
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Sidian»

Ein «Sidian» ist mit allen Wassern gewaschen – trickreich, unerschrocken und zwielichtig. Das Wort ist vom Französischen «Citoyen» abgeleitet und wahrscheinlich im Nachgang des so genannten Franzoseneinfalls entstanden.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Rompusorig»

«Rompusorige» Personen machen sich nicht beliebt. Sie murren und motzen vor sich hin. Die Wurzeln des Wortes sind denn auch geräuschvoll: Sie liegen im Surren und Gerumpel.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Schmürzele»

Wenn es irgendwo «schmürzelet», will man lieber nicht in der Nähe sein. Dann stinkt es nämlich unangenehm nach Verbranntem. Es gibt aber auch Menschen, die «schmürzelen».
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Baabi, Bääbi»

Wer als «Baabe» bezeichnet wird, dürfte dies vermutlich nicht so gerne hören. Gemeint ist damit eine einfältige Person – meist eine Frau, selten ein Mann. Doch woher stammt der Begriff?
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Höugili»

Es ist ein Brauch, den früher ganz Europa kannte: Das Verteilen von «Leidhöugili» an Beerdigungen. In der Innerschweiz lebt diese Tradition teils noch fort.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Gänterli»

Von wegen «Chuchichäschtli»: Im Luzernischen sagt man «Gänterli». Ein solches stand früher nicht nur in der Küche, sondern auch im Wohn- und Schlafzimmer.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Weidli»

Wer «weidli» unterwegs ist, nimmt die Beine in die Hand. Auch Martin Luther wurde zu seiner Zeit als «weidlich» bezeichnet – aber nicht etwa, weil er ein «Stürmi» war.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Häli»

Im Advent werden so viele gebacken wie sonst nie: die Guetzli. Wer Lokalkolorit in seine Sprache bringen will, kann ihnen auch «Häli» sagen.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Ahäuli»

Das gute alte Brot beschert uns viele Dialektausdrücke. Einer davon ist das «Ahäuli», das beliebtere der beiden Brotenden.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Höbschlig»

Wer etwas «höbschlig» erledigt, sieht dabei zwar nicht blendend aus – er verfährt aber immerhin gesittet und behutsam. Das Wort hat denn auch einen adeligen Ursprung.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Ploderi»

Wer mit diesem Ausdruck bezeichnet wird, könnte sich folgende Redewendung zu Herzen nehmen: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
Christian Glaus

Lozärner Usdröck: «Höische»

Das Wort wird vor allem von älteren Personen noch häufig ausgesprochen. Es ist nicht nur im Kanton Luzern geläufig.
Christian Glaus

Lozärner Usdröck: «Föifbätzi»

Das reine Luzerner Wort ist mehr oder weniger verschwunden. Wohl auch deshalb, weil das «Föifbätzi» im Alltag an Bedeutung verloren hat.
Christian Glaus

Lozärner Usdröck: «Nodere»

Das Verb kann alles und nichts bedeuten. Wer aber lange genug «noderet», findet eine Erklärung – und vier mögliche Bedeutungen.
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Omues»

Nein, es hat nichts mit «Öpfumues» zu tun, das «Omues». Dann noch viel eher mit dem Begattungstrieb der Kühe. Doch was bedeutet der fast ausgestorbene Ausdruck überhaupt?
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Lismer»

So bald es wieder kälter wird, trägt man ihn: Den Wollpullover. Allerdings sagen die wenigsten noch «Lismer» dazu. Woher kommt eigentlich dieses Wort?
Simon Mathis

Lozärner Usdröck: «Doone»

«Deetä», «dääne», «doone»: Im Schweizerdeutsch gibt es komische Wortkreationen. Gewisse bringen gar Sprachwissenschafter ins Schwitzen.
Christian Glaus

Lozärner Usdröck: «Seckle»

Stammt das Wort «seckle» tatsächlich aus dem Baseldeutschen, wie das immer wieder behauptet wird? Oder verweist es auf das männliche Geschlechtsteil? Beides ist falsch, sagt der Sprachwissenschaftler.

Lozärner Usdröck: «Sible»

Es gibt nur wenige Wörter, die Frauen besser nicht benutzen sollten. Dazu gehört das vulgäre «Seckle». Doch man kann ja auch «sible».

Lozärner Usdröck: «Bääje»

Lange vor dem Toaster-Zeitalter hatten die Luzerner für das Rösten des Brots ein eigenes Wort: «bääje». Und natürlich sagte man damals auch dem Toastbrot anders.

Lozärner Usdröck: «Vogumyygis»

«Etz simmer s Vogumyygis!» Wer hin und wieder einen Jass klopft, hat diesen Ausruf bestimmt schon gehört – oder selbst im Affekt geäussert

Lozärner Usdröck: «Bomper»

Heute stecken Frauen alles in ihre Handtasche, früher hatten sie dafür einen «Bomper». Je nach Verwendung kann das Wort aber ziemlich gemein sein.

Lozärner Usdröck: «Nächti»

Heute mag man es offenbar lieber umständlich als einfach. Wie sonst ist zu erklären, dass das praktische Wort «nächti» aus unserem Wortschatz verschwindet?

Lozärner Usdröck: «Schnetz ond Häppere»

Mit diesem Begriff ist ein Luzerner Traditionsgericht gemeint. Spannend ist vor allem das Wort «Häppere», das heute dem «Härdöpfel» weichen muss - obwohl damit wahrscheinlich nicht die gleiche Kartoffelsorte gemeint ist.

Lozärner Usdröck: «Rüüdig»

Das Wort «rüüdig» hat innerhalb der letzten 100 Jahre einen kometenhaften Aufstieg erlebt und ist ein positives Verstärkungswort. Früher bedeutete es etwas ganz anderes.