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Lozärner Usdröck: «Rompusorig»

«Rompusorige» Personen machen sich nicht beliebt. Sie murren und motzen vor sich hin. Die Wurzeln des Wortes sind denn auch geräuschvoll: Sie liegen im Surren und Gerumpel.
Simon Mathis

Einer «rompusorigen» oder «rumpusurigen» Person geht man lieber aus dem Weg; denn sie ist mürrisch und unwirsch, zuweilen auch weinerlich. Ein Leser aus Emmen kennt das Wort noch von seinen Eltern, die um 1900 auf die Welt kamen. Sie verwendeten es für Leute, die schlecht gelaunt waren.

Laut Mundart-Wörterbuch Idiotikon stammt das Wort vom Verb «surren» und vom Adjektiv «surrig» ab. Wer surrt, grummelt missbilligend vor sich hin. Heute bezeichnet der lautmalerische Begriff nur noch das Geräusch, das Fliegen und andere Insekten beim Umherschwirren erzeugen. Das «rumpel» gesellte sich wahrscheinlich als verstärkende Massnahme zum «surrig». «Rumpel» bezeichnet nämlich ein weiteres unangenehmes Geräusch: lautes Gerumpel und Getöse.

Das Idiotikon kennt auch die scherzhafte Wortverdrehung «sumpelrurrig», die genau dasselbe bedeutete. Überhaupt sparten unsere Vorfahren nicht mit Variationen. Zu nennen sind etwa die Synonyme «mummelsurrig», «brummelsurrig» und «bumpelsurrig». Früher wie heute gab es also ganz verschiedene Arten, grummelig zu sein.

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