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Kolumne

Lozärner Usdröck: «Schlotterete»

«Schlotterete» – das tönt nach Ärger, bezeichnet aber einen besinnlichen Akt, nämlich die Taufe.
Simon Mathis

Die «Schlottergotte» oder der «Schlottergötti» sprang für den echten Taufpaten ein. Die Leserin, die uns das Wort vorschlägt, versteht unter einem Schlottergötti den Partner der Gotte. Ganz grundsätzlich kann man mit dem Begriff eine Person bezeichnen, die nicht als Pate oder Elternteil der Taufe beiwohnt.

Später bedeutete das Verb «schlottern» einfach, eine Taufe zu feiern. Das Idiotikon verortet das Wort «Schlotterete» unter anderem in der Zentralschweiz. Aber auch in Süddeutschland war der Begriff bekannt.

Fragen wirft die Tatsache auf, dass «schlottern» im Grunde bedeutet, vor Kälte oder Angst zu erzittern. Das Deutsche Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm hat eine Erklärung parat, von der man halten möge, was man will: Der Schlottergötti sei zu fassen als ein Pate, der nicht eigentlich zur Handlung gehört, der nur «so mit baumelt, mit drum und dran hängt» und deswegen zittere. Der wortwörtliche «Anhang» also.

Hinweis: Kennen Sie «Lozärner Usdröck»? Schicken Sie Ihre Vorschläge an: dialekt@luzernerzeitung.ch

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