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Lozärner Usdröck: «Schmürzele»

Wenn es irgendwo «schmürzelet», will man lieber nicht in der Nähe sein. Dann stinkt es nämlich unangenehm nach Verbranntem. Es gibt aber auch Menschen, die «schmürzelen».
Simon Mathis

Wenn Menschen «schmürzelen», brennen sie nicht unbedingt. Das Verb kann nämlich auch «knausern» bedeuten. Im Mundartwörterbuch Idiotikon findet sich ein Beispiel der Basler Autorin Elisabeth Hetzel: «Wenn me [am Weihnachtsbaum] mit de Liechtli schmürzelet, so hed’s kei Gattig». Das Zitat zeigt bereits: Obwohl ein Leser aus Schüpfheim das Wort vorschlägt, ist es nicht nur in Luzern verbreitet.

Früher nannte man einen Geizhals «Schmürzeler», oder – noch vorwurfsvoller – «Schmurz». Die beiden Bedeutungen «stinken» und «sparen» sind lose miteinander verwoben. Denn ursprünglich verwies man mit «schmürzelen» auf den speziellen Geruch verbrannten Fettes. Vor allem da, wo man mit Fett «schmürzelte», «schmürzelte» es. Wurzel des Wortes ist das niederdeutsche Verb «smorken», das so viel wie schmoren bedeutet. Es ist auch verwandt mit dem Begriff «schmorgen»; übermässig sparen.

Hinweis: Kennen Sie typische «Lozärner Usdröck»? Schicken Sie Ihre Vorschläge an folgende E-Mail-Adresse: dialekt@luzernerzeitung.ch
Das Schweizerdeutsche Online-Wörterbuch: www.idiotikon.ch

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