Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Lozärner Usdröck: «Seckle»

Stammt das Wort «seckle» tatsächlich aus dem Baseldeutschen, wie das immer wieder behauptet wird? Oder verweist es auf das männliche Geschlechtsteil? Beides ist falsch, sagt der Sprachwissenschaftler.

Seckle Das Wort «seckle» hat mit dem männlichen Geschlechtsteil zu tun und gilt deshalb als vulgär. Dies haben wir am Dienstag an dieser Stelle geschrieben und Widerspruch erhalten. «Seckle» komme aus dem Baseldeutschen. Wer in Socken herumrennt, der «söcklet». Aufgrund des Basler Dialekts werde das eigentliche Wort «söckle» wie «seckle» ausgesprochen. Das sei der Ursprung von «seckle».

Ein Irrglaube, sagt dazu Hans-Peter Schifferle, Chefredaktor des Schweizerischen Idiotikons. Zwar gebe es das Wort «söckle», mit «seckle» habe dieses aber nichts zu tun. «Seckle» beziehe sich auf das Wort «Sack» und bedeutete ursprünglich einen Sack füllen oder herumtragen. Im Laufe der Zeit wurde «seckle» in den Köpfen vieler Leute mit dem männlichen «Seckel» in Verbindung gebracht, weshalb es als vulgär gilt. (cgl)

Hinweis: Kennen Sie typische «Lozärner Usdröck»? Schicken Sie Ihre Vorschläge an folgende E-Mail-Adresse: dialekt@luzernerzeitung.ch Das Schweizerdeutsche Online-Wörterbuch: www.idiotikon.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.