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Lozärner Usdröck: «Vergouschteret»

Mit dem Wörtchen «vergouschteret» ist es wie verhext. Denn genau daher kommt es; vom mittelchochdeutschen Begriff für Zauberei.
Simon Mathis

Wenn jemand «vergauschteret» oder «vergouschteret» ist, dann schaut die betroffene Person verdattert aus der Wäsche. Manches Mal mischt sich in die Verwunderung zudem Furcht oder Verstimmung.

Eine Familie aus Beromünster schlägt dieses Wort vor. Es ist aber nicht nur im Luzernischen verbreitet. Laut dem Mundartwörterbuch Idiotikon geht es auf das mittelhochdeutsche Substantiv «Galster» oder «Galsterei» zurück. Dieses bedeutet so viel wie Zauberei. Ursprünglich bezeichnete das «Galstar» einen gesungenen Zauberspruch. Vom Galstar stammt auch das französische Verb «charmer» (jemanden bezaubern) ab. Die englische Entsprechung lautet «to charm».

Kurz und gut: Wer vergauschteret ist, ist verhext. Genauer: Die «Vergalsterten» sind ausser sich, haben die Kontrolle verloren. Wie so oft fand das Wort früher auch bei Tieren Anwendung: Wenn diese bockten oder sich anderweitig seltsam gebärdeten, erklärte man sich das gerne mit Hexerei.

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