Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Lozärner Usdröck: «Versuume»

Wenn man beim Gespräch die Zeit vergisst, hat man sich «versuumed». Auch seine Mitmenschen kann man «versuume» – das hat aber weniger mit Böswilligkeit als mit Gedankenlosigkeit zu tun.
Simon Mathis

Wer sich selbst von der Arbeit ablenkt oder ablenken lässt, «versuumed» sich. Meist geschieht dies in einem angeregten Gespräch – oder mit Spiel und Spass. Versuumen kann man sich selbst und andere.

Die Aussprüche «Jetz hemmer üs versuumed!» oder «Jetz han ich mich versuumed!» zeigen eine gewisse Milde. Sie sind kaum als schlimmer Vorwurf gemeint. Das Mundartwörterbuch Idiotikon kennt das Wort allerdings auch in der Bedeutung benachteiligen oder behindern. Dieser Bedeutungsstrang scheint heute veraltet. Versuume hat eher mit Gedankenlosigkeit als mit Übelwollen zu tun.

Das Verb stammt vom Hochdeutschen «versäumen» ab, dieses wiederum vom Mittelhochdeutschen «versûmen». Im Hochdeutschen sind es vor allem Termine, die versäumt werden – also vergessen und verpasst. Laut Duden-Herkunftswörterbuch ist der Ursprung dieses Wortes unbekannt. Verwandt sind die Substantivierung «Versäumnis» und das Adjektiv «säumig», das so viel wie träge bedeutet.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.