LUCERNE FESTIVAL 2014: Lucerne Festival nimmt sich der «Psyche» an

Das Lucerne Festival 2014 spürt unter dem Motto «Psyche» der Macht der Musik nach. Das Klassik-Festival im Sommer dauert vom 15. August bis zum 14. September 2014. Es umfasst rund 100 Veranstaltungen. Wiederum werden zahlreiche Klassik-Stars in Luzern erwartet.

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Stars und Spezialitäten sollen auch die unter «Psyche» programmierten Höhepunkte nicht fehlen. Im Bild: Claudio Abbado dirigiert im KKL ein Eröffnungskonzert. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Stars und Spezialitäten sollen auch die unter «Psyche» programmierten Höhepunkte nicht fehlen. Im Bild: Claudio Abbado dirigiert im KKL ein Eröffnungskonzert. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Lucerne Festival veröffentlichte am Samstag das Programm fürs Jahr 2014. Es umfasst die drei Festspiele an Ostern, im Sommer sowie das Piano-Festival im November. Unter dem Thema «Psyche» thematisiert das Festival im Sommer die Musik als Ausdruck von Emotionen sowie deren Wirkungsmacht.

Das Festival vereint zahlreiche namhafte Dirigenten. Neben den Stammgästen Claudio Abbado und Pierre Boulez dirigieren im nächsten Jahr auch Riccardo Chailly, Mariss Jansons, Andris Nelson und Franz Welser-Möst in Luzern.

Erwartet werden zudem die Star-Solisten Cecilia Bartoli, Anne-Sophie Mutter, Lang Lang und Murray Perahia.

Als «Artistes étoiles» werden die japanische Geigerin Midori und die kanadische Sopranistin Barbara Hannigan am Vierwaldstättersee auftreten. «Composer-in-residence» sind Unsuk Chin aus Korea und der Österreicher Johannes Maria Staud.

Die Berliner Philharmoniker und Dirigent Simon Rattle gestalten mit dem Rundfunkchor Berlin sowie mehreren Solisten eine Ritualisierung der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach. Erarbeitete wurde sie vom extravaganten amerikanischen Regisseur Peter Sellars.

Jubilar Haitink eröffnet Osterfestival

Das traditionelle Osterfestival von Lucerne Festival findet vom 5. bis 13. April 2014 statt. Es umfasst elf Konzerte während der Passionszeit.

Eröffnet wird das Festival von Bernard Haitink und dem Chamber Orchestra of Europe. Der Holländer feiert nächstes Jahr seinen 85. Geburtstag. Zum Start dirigiert Haitinks mehrere Konzerte des Romantikers Robert Schumann - unter anderem die Frühlingssinfonie.

Der Luzerner Stammgast Claudio Abbado tritt an Ostern zum dritten Mal mit dem Orchestra Mozart auf. Der Altstar rückt diesmal Felix Mendelssohns Schottische Sinfonie in den Mittelpunkt.

Das Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks reist mit zwei Dirigenten der jüngeren Generation nach Luzern. Der Lette Andris Nelsons dirigiert aus Richard Wagners «Parsifal», der Venezolaner Gustavo Dudamel Ludwig van Beethovens «Pastorale» und Strawinskys «Le Scare du Printemps».

Als Schwerpunkt der geistlichen Musik stehen Beethovens «Missa Solemnis» und die «Petite Messe solennelle» von Gioachino Rossini auf dem Programm. Daneben sind auch «Belshazzar» von Georg Friedrich Händel und Chorwerke aus der Renaissance zu hören.

Altbekannte und Nachwuchskünstler am Piano

Das Lucerne Festival am Piano dauert vom 22. bis zum 30. November 2014. Im Brennpunkt der Piano-Woche stehen Werke von Ludwig van Beethoven. Leif-Ove Andsnes interpretiert mit dem Mahler Chamber Orchestra alle fünf Klavierkonzerte.

Zu den bekannten auftretenden Pianisten im Spätherbst zählen Pierre-Laurent Aimard, Evgeny Kissin, Maurizio Pollini und Marc-André Hamelin. Daneben sind auch die drei Nachwuchskünstler zu hören: Vestard Shimkus aus Lettland, die Deutsch-Italienerin Sophie Pacini und der Brite Benjamin Grosvenor.

sda