«LUCHS»-VIDEO: Yvonne Schärli will nicht untersuchen

Das «Luchs»-Video wird zum Politikum. Ein ehemaliger SP-Kantonsrat schiesst gegen seine Regierungsrätin.

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Regierungsrätin Yvonne Schärli. (Bild Neue LZ)

Regierungsrätin Yvonne Schärli. (Bild Neue LZ)

Das Video über den «Luchs»-Einsatz 2005, als zwei unschuldige Männer verhaftet wurden, gibt weiter zu reden. Eine interne Untersuchung soll es laut der Luzerner Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli momentan aber nicht geben. «Wir warten zuerst das Ende des Verfahrens ab, bevor wir allenfalls etwas unternehmen», sagt sie. Erst dann werde es an ihr liegen, entsprechende Massnahmen einzuleiten. «Jetzt ist zuerst die Justiz gefragt und nicht die Politik.»

Beutler kritisiert Schärli
Das sieht der ehemalige SP-Kantonsrat Peter Beutler ganz anders: «Frau Schärli trägt in diesem Fall die politische Verantwortung.» Wenn in ihrem Departement etwas unterdrückt wurde, müsse sie dafür geradestehen. «Darum sollte man jetzt eine interne Untersuchung durchführen», sagt er. Beutler hat vor drei Jahren einen Vorstoss eingereicht, der Fragen zum Einsatz beantworten sollte. Damals antwortete ihm die Regierung: «Ein konkreter Hinweis auf eine Manipulation besteht nicht.»

Missgeschick
Im März dieses Jahres hat dann aber Beat Hensler, Kommandant der Kantonspolizei Luzern und direkter Vorgesetzter der «Luchse», in einer Stellungnahme an das Verhöramt Schwyz eingeräumt, dass durch ein Missgeschick der Schlussteil des Videos verlorengegangen sei.

Beutler: «Dass eine Szene gelöscht worden ist, hat Beat Hensler doch wohl schon vor drei Jahren gewusst. Warum hat man uns also nicht richtig informiert?» Hensler selber will sich dazu erst nach dem heutigen Treffen mit der parlamentarischen Aufsichtskommission äussern.

Stefan Roschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.