LUCILLE HUNKELER: Hunkeler sendet Hilferuf an den Botschafter

Zwei Monate nachdem sie aus dem Gefängnis Rebbibia in Rom entlassen worden ist, wartet die ehemalige Radrennfahrerin Lucille Hunkeler noch immer auf ein Wiedersehen mit ihrem Sohn Ruben (9). Das meldete am Sonntag der «SonntagsBlick».

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Lucille Hunkeler mit ihrem Sohn Ruben im März 2003. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Lucille Hunkeler mit ihrem Sohn Ruben im März 2003. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Lucille Hunkeler sei verzweifelt und habe sich in einem dreiseitigen Brief an den italienischen Botschafter in der Schweiz gewandet. In ihrem Schreiben beklage sie sich über die italienischen Behörden. So werde sie gezwungen, sich bei ihren telefonischen Kontakten mit ihrem Sohn auf Italienisch zu unterhalten – damit kontrolliert werden kann, worüber die beiden reden. Der Botschafter, so Hunkeler, möge sich dafür einsetzen, dass sie Ruben wiedersehen könne. Eine Antwort steht noch aus.

Die italienische Justiz hatte das Sorgerecht für den Knaben dem Vater Stefano Bianchi zugesprochen, worauf Lucille Hunkeler 2004 mit Ruben untertauchte. Ende Oktober 2007 wurden Mutter und Sohn in Mosambik aufgespürt und nach Italien überführt.

red.