Luftwaffe macht Zugeständnisse

Der Luzerner Protest von Volk, Regierung und Parlament hat gewirkt: Im nächsten Sommer stellt die Luftwaffe in Emmen den Flugbetrieb für viereinhalb Wochen ein und fliegt während eineinhalb Wochen weniger oft.

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Im kommenden Sommer wird der Flugbetrieb in Emmen etwas reduziert. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Im kommenden Sommer wird der Flugbetrieb in Emmen etwas reduziert. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Ich gebe nicht klein bei.» Regierungsrätin Yvonne Schärli (SP) beklagte sich im Mai im Kantonsparlament, dass die Verhandlungen im Emmer Fluglärmstreit mit der Luftwaffe eine Farce seien. Daraufhin stellten sich alle Fraktionen mit Ausnahme der SVP hinter ein Postulat, das von der Luftwaffe mehr Rücksicht auf die Bevölkerung verlangte. Jetzt ist die Armee den Luzerner Forderungen entgegengekommen – jedenfalls ein Stück weit.

Im Sommer 2013 will die Luftwaffe in Emmen wie folgt fliegen, respektive pausieren: Flugpause: 24. 6. bis 24. 7. (vier Wochen und drei Arbeitstage). Reduzierter Flugbetrieb: 25. und 26. 7. nur Flugzeugverschiebungen sowie 29. 7. bis 2. 8. nur Einzelflüge (eine Woche und zwei Tage). Flugbetrieb mit F/A-18: 5. 8. bis 30. 8. (vier Wochen, da Flugplatz Payerne Pause hat). Normaler Betrieb: ab 2. 9. Der Plan ist das Ergebnis eines Treffens von Vertretern des Kantons Luzern, der Gemeinde Emmen, der Ruag Aviation und der Luftwaffe Ende September, wie die Luftwaffe erst gestern in einer Mitteilung bekannt gab.

In dem Schreiben hebt das Militär hervor, dass das Ergebnis «ohne präjudizierende Wirkung für Nachfolgejahre» sei. Wie sich die Flugbewegungen und der Lärm in Emmen also künftig entwickeln, ist damit völlig offen.

Thomas Oswald

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