LUGA: Jeden Tag gehen Kinder verloren

Immer wieder kommt es vor, dass Kinder im grossen Luga-Gedränge ihre Eltern verlieren. Fast immer sind Buben betroffen.

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Karikatur Jals

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Rund 25 000 Besucher strömten an Auffahrt an die Luga. Das Gedränge in den Messehallen, Zelten und auf dem Aussengelände war zeitweise riesig.

Gerade für Familien kann dies sehr unangenehm werden. Dann nämlich, wenn sich Eltern und Kinder aus den Augen verlieren und nicht mehr zueinanderfinden.

«Viele Kinder weinen»
Alleine gestern mussten im Messebüro zehn Kinder betreut werden, die ihre Eltern verloren hatten. «Meistens werden sie von Standbetreibern oder Securitas-Mitarbeitern bei uns abgegeben», sagt Sandra Distel, Mitarbeiterin des Messebüros. «Wir rufen ihre Namen dann über die Lautsprecheranlage auf dem Gelände aus.»

In den meisten Fällen würde es maximal eine Viertelstunde dauern, bis die Eltern die Kinder abholen. «Viele Kinder weinen. Wir versuchen, sie zu trösten, und geben ihnen etwas Süsses zu essen, bis Mami und Papi wieder da sind.»

Gedränge am Wochenende
Praktisch jeden Tag kommt es vor, dass Kinder ausgerufen werden müssen. «Am meisten Kinder gehen an den Wochenenden verloren. Denn dann ist das Gedränge in der Regel am grössten», so Distel. Aber auch unter der Woche werden Kinder ohne Eltern aufs Messebüro gebracht. «Dann sind es jedoch kaum mehr als zwei, drei pro Tag.»

Interessant: In fast allen Fällen sind es Buben, die verloren gehen. Über den Grund dafür kann Sandra Distel nur spekulieren: «Wahrscheinlich sind die Buben einfach neugieriger als die Mädchen. Oder sie trauen sich mehr, sind etwas frecher.»

Pascal Imbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.