Lukas Elmiger zieht in den Hitzkircher Gemeinderat ein

Im Zweikampf der beiden Altwiser Lukas Elmiger und Josef Höltschi setzt sich der CVP-Mann im zweiten Wahlgang deutlich durch.

Reto Bieri
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Lukas Elmiger (CVP) ist neu in den Gemeinderat von Hitzkirch gewählt worden.

Lukas Elmiger (CVP) ist neu in den Gemeinderat von Hitzkirch gewählt worden.

Bild: Pius Amrein (Altwis, 8. November 2020)

Just an seinem 40. Geburtstag schaffte Lukas Elmiger (CVP) die Wahl in den Hitzkircher Gemeinderat. Der Politneuling erzielte am Sonntag im zweiten Wahlgang 1019 Stimmen und setzte sich gegen den Altwiser Gemeindeammann Josef Höltschi-Christen durch (SVP, 653 Stimmen). Die Stimmbeteiligung betrug 42,5 Prozent. Die zweite Ausmarchung fiel damit überraschend deutlich aus. Im ersten Wahlgang am 27. September erzielte Lukas Elmiger mit 862 Stimmen nur gerade 13 Voten mehr als Josef Höltschi.

Bereits vor dem zweiten Wahlgang war klar, dass der neue Ortsteil Altwis im Rat vertreten sein wird. Zur Erinnerung: Im Frühling hat die Altwiser sowie die Hitzkircher Stimmbevölkerung einer Gemeindefusion deutlich zugestimmt. Der Zusammenschluss wird auf Anfang 2021 vollzogen.

Elmiger übernimmt das Bauressort

Lukas Elmiger komplettiert den fünfköpfigen Hitzkircher Gemeinderat. Bereits im ersten Wahlgang wurden die drei bisherigen Hitzkircher Gemeinderäte Daniel Eugster (SP), Rebekka Renz (CVP) und Hugo Beck (FDP) sowie Gemeindepräsident David Affentranger (CVP) bestätigt. Lukas Elmiger – gelernter Schreiner und Projektleiter in einer Ladenbaufirma – übernimmt voraussichtlich das Bauamt von seiner Parteikollegin Rebekka Renz. Diese hatte im Vorfeld angekündigt, das Ressort Bildung der zurücktretenden Gemeinderätin Luzia Ineichen (CVP) zu übernehmen.

Lukas Elmiger tritt damit in die Fussstapfen seines Vaters Hans: Dieser ist seit 16 Jahren Altwiser Gemeindepräsident. Lukas Elmiger freut sich am Sonntagnachmittag, dass das Wahlergebnis so klar ausgefallen ist. «Ich bin jung, dynamisch und komme aus der Baubranche. Ich denke, das sind Punkte, mit denen ich bei der Bevölkerung punkten konnte und nochmals Wählerinnen und Wähler mobilisieren», so der frischgebackene Gemeinderat.

Im Bauressort warten heikle Themen auf Elmiger, wie die Umsetzung der Rückzonungs- sowie der Immobilienstrategie. In den letzten Jahren sei gut gearbeitet worden. «Dort möchte ich anknüpfen.»

Bevor Elmiger sich in die Dossiers vertieft, will er aber die Ressortverteilung im Gemeinderat abwarten. Diese findet kommende Woche statt. Viel Zeit zur Einarbeitung bleibt danach nicht. Amtsantritt für Elmiger ist am 1. Januar.

SVP appellierte vergeblich an die Konkordanz

Mit der Wahl von Elmiger bleibt die parteipolitische Zusammensetzung des Gemeinderats gleich (3 CVP, 1 FDP, 1 SP). Im Vorfeld der Wahl appellierte die SVP an die Konkordanz. Gemessen an der Wählerstärke hätte die Volkspartei Anspruch auf einen Sitz. Sie verpasste es aber erneut, zum ersten Mal in die Hitzkircher Exekutive einzuziehen.

Er sei nicht enttäuscht, sagt Josef Hölschi über seine Nichtwahl. «Für mich stimmt es, ich habe ein gutes Resultat gemacht.» Dass er weniger Stimmen holte als im ersten Wahlgang, sei der tieferen Stimmbeteiligung geschuldet. Dass die SVP weiterhin nicht im Gemeinderat vertreten ist, findet Höltschi schade. «Ich wurde von vielen darauf angesprochen – und zwar von Vertretern aller Parteien – dass Konkordanz für Hitzkirch gut wäre», so Höltschi.

Geburtstagsparty und Wahlfeier fallen ins Wasser

Lukas Elmiger anerkennt diesen Wunsch. Aber: «Im Gemeinderat ist die Parteizugehörigkeit zweitrangig, es geht um Sachpolitik.» Gemeinderatswahlen seien Personenwahlen.

Mit der Wahl und dem runden Geburtstag gab’s für Elmiger gleich doppelt Grund zum Feiern. Die Festlaune wurde allerdings getrübt: Wegen Corona fielen Geburtstagsparty und Wahlfeier ins Wasser. «Dafür läuft nun das Telefon heiss», sagte Elmiger schmunzelnd.

Die weiteren Resultate:

Mitglied der Controllingkommission gewählt (relatives Mehr)
▪ Carmen Mosimann, FDP: 967 Stimmen
▪ nicht gewählt: Thomas Bürkli, SP: 443 Stimmen
Mitglied der Bürgerrechtskommission gewählt (relatives Mehr)
▪ Raphael Iten, FDP: 937 Stimmen
▪ Thomas Lang, SVP: 765 Stimmen
▪ André Schnarwiler, FDP: 935 Stimmen
▪ Jürg Thommen, FDP: 787 Stimmen
▪ Nicht gewählt: Franziska Huber, SP: 558 Stimmen