LUKB: zweitbestes Ergebnis der Geschichte

Die Luzerner Kantonalbank hat im vergangenen Jahr mehr verdient: Der Unternehmensgewinn stieg um 2,2 Prozent auf 169,4 Millionen Franken. Davon profitiert auch der Kanton.

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GV der Kantonalbank auf der Luzerner Allmend im letzten Mai. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

GV der Kantonalbank auf der Luzerner Allmend im letzten Mai. (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Der Konzerngewinn erhöhte sich um 6,2 Prozent auf 149,4 Millionen Franken. Die deutliche Steigerung kam vor allem dank kleineren Zuweisungen an die Reserven zustande. Die Bank sei auf Erfolgskurs sagte der abtretende Verwaltungsratspräsident Fritz Studer an der Bilanzmedienkonferenz vom Dienstag.

Im Zinsengeschäft stieg das Ergebnis - unter anderem dank hoher Kreditnachfrage - um 1,5 Prozent auf 319,9 Millionen Franken. Dagegen drückten die unsicheren Finanzmärkte und die Zurückhaltung der Kunden auf das Kommissionsgeschäft und den Handel: das Ergebnis fiel um 2,1 Prozent auf 95 Millionen Franken respektive um 9,9 Prozent auf 27 Millionen Franken.

Abfluss von Kundengeldern

Die LUKB konnte sowohl den Personal- als auch den Sachaufwand senken. Insgesamt verringerte sich der Geschäftsaufwand um 1,8 Prozent auf 217,3 Millionen Franken. Der Personalbestand ging - unter anderem durch die Integration der Privatbank Adler - von 1001 auf 974 Vollzeitpensen zurück.

Die Bank verwaltete Ende 2010 Kundengelder in Höhe von 25,2 Milliarden Franken, 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die positive Entwicklung im Stammhaus (plus 827 Millionen) konnte die Abflüsse in der Adler Privatbank nicht wettmachen. Weil er die kritische Grösse nicht mehr erreicht, wird der Standort Basel für das Private Banking im ersten Quartal 2011 geschlossen.

Wie andere Kantonalbanken profitierte die LUKB vom kräftigen Wohnungsbau. Als Marktführerin im Raum Luzern konnte sie von der starken Nachfrage überdurchschnittlich profitieren: Die Hypothekenausleihungen stiegen um 7,4 Prozent auf 17,04 Milliarden Franken. Insgesamt erhöhten sich die Kundenausleihungen um 7,4 Prozent auf 20,68 Milliarden Franken.

Ergebnis 2011 im Rahmen des Vorjahres

Die Wertberichtigungen lägen im historischen Vergleich sehr tief, sagte LUKB-Chef Bernard Kobler. Die aktuelle Währungssituation und ihre Einflüsse auf die Exporte sowie den Tourismus könnten aber - etwa bei einem schnellen Anstieg der Zinsen - mittelfristig Auswirkungen auf die Rückstellungen haben. Die Bank will wie im Vorjahr 11 Franken an die Aktionäre ausschütten. In diesem Jahr soll dies in Form einer steuerfreien Nennwertrückzahlung geschehen. An den Kanton Luzern fliessen insgesamt 72 Millionen Franken.

Für das laufende Jahr rechnet Kobler mit einer leichten Abkühlung der Konjunktur und einer Verflachung des Wachstums. Die gut diversifizierte Luzerner Wirtschaft dürfte sich als weniger schwankungsanfällig als der Rest der Schweiz erweisen. Kobler erwartet ein Geschäftsergebnis im Rahmen von 2010.

sda