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Spitalneubau in Wolhusen könnte sich wegen Einsprachen verzögern

Gegen den Ersatzbau am Standort Wolhusen sind mehrere Einsprachen eingegangen. Das könnte Folgen für den Zeitplan haben.
Roseline Troxler
Der Spitalbau aus den 70er-Jahren soll durch einen Neubau ersetzt werden. (Bild: Nadia Schärli, Wolhusen, 14. Oktober 2019)

Der Spitalbau aus den 70er-Jahren soll durch einen Neubau ersetzt werden. (Bild: Nadia Schärli, Wolhusen, 14. Oktober 2019)

Bis vor kurzem lag das Baugesuch für den Spitalneubau in Wolhusen öffentlich auf. Das Luzerner Kantonsspital (Luks) plant für 110 Millionen Franken einen Ersatzbau für das bisherige, in den 1970er-Jahren fertiggestellte Gebäude. Nicht im Kostendach von 110 Millionen Franken inbegriffen sind Nebengebäude, Aussenparkplätze, der Rückbau des alten Spitals, der auf rund zwei Millionen Franken geschätzt wird, und eine Hausarztpraxis. Für die weiteren baulichen Massnahmen wird laut dem Luzerner Kantonsspital insgesamt mit Kosten von rund 14 Millionen Franken gerechnet. «Aus Gründen der Kostengenauigkeit und Kostentransparenz und weil für das Spitalgebäude allein ein Kostendach von 110 Millionen Franken gilt, werden diese Kosten separat ausgewiesen», heisst es beim Luks.

Wie Gemeindeammann Willi Bucher (CVP) auf Anfrage sagt, sind in der Einsprachefrist mehrere Einsprachen eingegangen. Über die genaue Zahl gibt die Gemeinde «grundsätzlich keine Auskunft». Auch zur Frage, welche Punkte die Einsprachen betreffen, äussert sich die Gemeinde nicht. Ähnlich klingt es beim Spital. «Inhaltlich nimmt das Luks zu den Einsprachen keine Stellung, da es sich um ein laufendes und nicht öffentliches Verfahren handelt», sagt Jacqueline Theiler, Verantwortliche der Baukommunikation. Fakt ist, dass im Vorfeld etwa die Parkplatzpläne für Kritik sorgten (wir berichteten).

Spital kann Verzögerungen derzeit nicht abschätzen

Was bedeuten die Einsprachen nun für den Projektverlauf: «Als Folge davon ist grundsätzlich mit Verzögerungen des Bauvorhabens zu rechnen», sagt Willi Bucher, während Jacqueline Theiler meint: «Die dadurch entstehenden Projektverzögerungen lassen sich momentan nicht abschätzen. Diese hängen von der Dauer und dem Ausgang des Verfahrens ab.» Im August hiess es beim Luzerner Kantonsspital, dass der Spatenstich im Frühling 2020 erfolgen soll – sofern es keine Einsprachen gibt. In diesem Fall würde der Bau im Jahr 2023 fertiggestellt.

So soll der Neubau in Wolhusen dereinst aussehen. (Visualisierung: PD)

So soll der Neubau in Wolhusen dereinst aussehen. (Visualisierung: PD)

Das künftige Leistungsangebot in Wolhusen zielt laut Spitalrat auf eine erweiterte Grundversorgung. Der Neubau wird nördlich des jetzigen Gebäudes bei laufendem Betrieb entstehen. Geplant ist ein 120 Meter langer und 50 Meter breiter, flacher Bau, der laut dem Spitalrat flexibel weiterentwickelt werden kann. Dies soll laut modularer Infrastruktur möglich sein. Geplant sind im Obergeschoss insgesamt 82 Betten, davon unter anderem 44 für die allgemeine Pflege, sechs Betten in Luxuszimmern für Privatpatienten sowie 20 Reha-Betten . Das Erdgeschoss ist für die Notfallstation, Röntgen und Operationssäle vorgesehen. Logistik, Technik und Werkstätten sollen im Untergeschoss Platz finden.

Ursprünglich war geplant gewesen, 130 unterirdische Parkplätze zu bauen. Aufgrund der Kosten und aus zeitlichen Gründen wurde schliesslich auf den Bau eines Parkhauses verzichtet und das Luks sieht vor, für zirka 4,5 Millionen Franken knapp 360 Aussenplätze zu bauen. Diese sollen in zwei Bereichen entstehen – jener für Besucher in der Nähe des Eingangs und etwas weiter entfernt jener für die Mitarbeiter.

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