LUNAPARK: Hinauf, hinunter, rundherum

Gleich zwei Bahnen erfreuen in diesem Jahr die Adrenalin-Liebhaber. Doch es geht auch sanfter.

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Luga-Reporterin Natalie Ehrenzweig geniesst die scharfen Kurven der «Crazy Mouse». (Bild Nadia Schärli)

Luga-Reporterin Natalie Ehrenzweig geniesst die scharfen Kurven der «Crazy Mouse». (Bild Nadia Schärli)

Langsam hebt sich der Fünfersitz und dreht rückwärts im Kreis. Gerade hat die dreieinhalbminütige Fahrt der wohl aufregendsten Bahn des diesjährigen Lunaparks, des «Space Roller», angefangen. Es geht höher hinauf bis zu 20,5 Meter, nicht nur der Sitz dreht sich, sondern gleich drei Achsen. Kansiga Selvarjah (19) aus Luzern ruft immer wieder «Mein Gott! Mein Gott!», während ihre Freundinnen Lakshiga Krishnan (17) und Larissa Seferovic (17) aus dem Kichern nicht mehr rauskommen.

Doch nicht immer jauchzt es so auf dem «Space Roller». «Manchen wird während der Fahrt schlecht, und sie übergeben sich. An der Luga hatten wir das dieses Jahr aber noch nicht», schmunzelt Jean-Marc Jolliet. Wer keinen Rossmagen hat, fordert sein Glück heraus, denn man wird in alle Richtungen gedreht, immer schneller. Und fühlt sich dabei persönlich betreut, wenn die Dame an der Kasse ins Mikrofon fragt: «Seid ihr noch frisch? Wollt ihr noch mal?»

Heute: Zwei Millionen Franken

Auch auf der «Crazy Mouse» geht es wild zu. Auf 420 Metern werden die runden Wagen auf der Schiene herumgeführt. Wie es sich für eine Achterbahn gehört, geht es erst gemächlich aufwärts, um dann in fiesen Kurven ein Herausschleudergefühl aufkommen zu lassen. Hinauf, hinunter. Zwar ohne Looping, aber nach etwa der Hälfte die grausame Überraschung: Der Wagen scheint bei 50 km/h aus der Kurve zu fliegen. Natürlich geschieht das nicht. Denn statt die Schienen zu verlassen, fängt sich der Wagen an zu drehen. Immer schneller wird er. Und dann blitzt es noch fürs Foto. Fliehkräfte sind was Witziges.

Eine Fahrt mit einer der Achterbahnen kostet 6 Franken. Viel Geld? «Heute würde der ‹Space Roller› etwa 2 Millionen Franken kosten», erklärt Jean-Marc Jolliet. Neben den Adrenalin-Schleudern bieten die 31 Schausteller des Lunaparks natürlich auch die Klassiker «Polyp», das Kinderkarussell, das Riesenrad oder den Autoscooter. Die Auswahl trifft die Messe Luzern aufgrund von Bewer­bungen.

Natalie Ehrenzweig