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Lungenliga Zentralschweiz will lungenkranke Menschen stärker schulen

Die chronische Lungenkrankheit COPD ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Mit einem gezielten Schulungsprogramm für Patienten will die Lungenliga Zentralschweiz Spital-Aufenthalte reduzieren. Noch ungeklärt ist allerdings, wer dafür finanziell aufkommen soll.
Evelyne Fischer
Rauchen begünstigt das Risiko, an der Lungenkrankheit COPD zu erkranken. (Symbolbild: Keystone/DPA/Caroline Seidel)

Rauchen begünstigt das Risiko, an der Lungenkrankheit COPD zu erkranken. (Symbolbild: Keystone/DPA/Caroline Seidel)

Rund 500'000 Menschen leiden hierzulande an der chronischen Lungenkrankheit COPD – auf Englisch «chronic obstructive pulmonary disease». Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO dürfte COPD im Jahr 2030 die dritthäufigste Todesursache sein.

Rauchen begünstigt das Risiko, an COPD zu erkranken. Aber auch Staub aus der Landwirtschaft oder von Baustoffen kann krank machende Partikel enthalten. Sehr typisch für die Krankheit COPD sind die sogenannten Aha-Symptome: Atemnot, Husten und Auswurf.

Weniger Spitalaufenthalte dank Schulung

Matthias Moritz, Geschäftsführer der Lungenliga Zentralschweiz und Urs Zanoni, Geschäftsführer des Schweizer Forums für Integrierte Versorgung (fmc), diskutierten am Montag an einem Netzwerk-Apéro im Hotel National in Luzern, wie das Versorgungssystem von COPD-Patienten in der Zukunft aussehen könnte. «Der Mensch muss künftig wieder im Zentrum stehen, nicht die Krankheit», sagte Zanoni. Auch brauche es eine Änderung bei der Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen.

Matthias Moritz berichtete von einem Schulungsprogramm für COPD-Patienten. Dank spezifischem Selbstmanagement-Coaching liessen sich Hospitalisationen reduzieren, dies zeigten nationale und internationale Studien. Daher hat die Lungenliga laut Moritz für Patienten ein Schulungskonzept entwickelt, das in sechs Module gegliedert ist. Der Patient lernt dabei unter anderem, wie er im Notfall handeln muss, welche Atem- und Hust-Techniken er anwenden soll, welche Bewegungsaktivitäten sinnvoll sind und wie er einen gesunden Lebensstil erreichen kann.

Umsetzung ist mit viel Aufwand verbunden

Nach einem Pilotprojekt ist das Schulungsprogramm in acht Kantonen gestartet. Die Lungenliga Zentralschweiz will 2020 einsteigen. Wie erste Erfahrungen zeigen, verursacht das Konzept für die Betreuer einen grossen Aufwand. Und: Nach wie vor ungeklärt ist, wer die Schulung bezahlt. Das 14-monatige Programm kostet rund 2000 Franken pro Patient – davon können nur gerade 600 Franken über die Krankenpflegeversicherung abgerechnet werden.

Der Netzwerk-Apéro wurde von der Lungenliga Zentralschweiz zusammen mit dem Luzerner Forum für Sozialversicherungen und Soziale Sicherheit organisiert. Hannes Blatter, Geschäftsführer des Luzerner Forums, moderierte den Anlass. Das Luzerner Forum, gegründet 2006, wird seit 2009 als Verein geführt und vollständig durch seine Mitglieder finanziert. Es vereinigt wichtige Dienstleister der Gesundheits- und Sozialbranche.

Fünf Kantone sind mit dabei

Die Lungenliga Zentralschweiz betreut heute die Kantone Luzern, Zug, Schwyz, Ob- und Nidwalden. Sie ist als Verein organisiert, zählt 500 Mitglieder und hat ihren Sitz in Ebikon. (fi)

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