Luthern: Ein Willisauer schleppt die mächtige Tanne ab

Die Hauptrolle an der Fasnacht in Luthern spielte eine Tanne. Für 3350 Franken wechselte sie den Besitzer.

Fredi Suter
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Zwei Grende am Fasnachtsumzug in Luthern. (Bild Roger Zbinden)

Zwei Grende am Fasnachtsumzug in Luthern. (Bild Roger Zbinden)

Ihr 25-Jahr-Jubiläum feierten die Schleipfgrende aus Luthern mit einem fasnächtlichen Umzug der speziellen Art. Nebst vielen schrägen Nummern und mit sieben Guuggenmusigen aus der Umgebung wurde wiederum eine prächtige Tanne von Pferden ins Dorf gezogen.

Am Umzug selbst wurden diverse lokale und auch nationale Themen auf die Schippe genommen. Sogar ein imposantes Piratenschiff aus Somalia kreuzte auf der Dorfstrasse. An lokalen Sujets fand man sowohl den Kreisel in Zell als auch den Zwist um das Jagdrevier in Willisau. «Vielleicht entsteht daraus ja ein neuer Nationalpark», meinten die Wagenbauer dazu. National machte im vergangenen Jahr die Musigwälle 531 von sich reden. Als Alternative wurde am Umzug «Radio Eyertau» vorgestellt.

Die heimischen Schüler liessen sich nicht lumpen und überraschten mit fantasievollen Nummern. So marschierten die Kleinsten als «Buchstaben-Zauberer» mit, und die Schüler aus Hofstatt glänzten mit einer schmucken Burg. Dazwischen trieben Hexengruppen und die berühmten «Enziloch-Mannen» ihr neckisches Unwesen.

Schwein und Tanne sind weg

Höhepunkt der Tanneschleipfete in Luthern war die Versteigerung einer grossen Tanne. 28 Meter lang und 5,5 Kubikmeter stark, wurde sie von zwei Pferden auf den Dorfplatz gezogen. Zuerst aber wurde als erstes ein 20 Kilo schweres Säuli versteigert.

Für 1700 Franken wechselte es in den Besitz von Markus Kneubühler aus Menznau. Schliesslich folgte die mit Spannung erwartete Gant der Tanne. Der Preis wurde immer weiter in die Höhe getrieben, Dorfpolizist Duss aus Willisau konnte irgendwann nicht mehr mithalten. Die Tanne ging dann doch nach Willisau: Josef Schmidiger ersteigerte sie für stolze 3550 Franken.