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LUTHERN: Plooggeister vernebeln am Napf die Sicht

Die 1300-Einwohner-Gemeinde gibt am letzten Fasnachtstag nochmals Vollgas. Am meisten Rauch produzieren dabei die Schleipfgrende auf ihrem Kaffeewagen.
Die Plooggeister vom Totebode lassen Napoleon auferstehen. (Bild: Hannes Bucher (Luthern, 28. Februar 2017))

Die Plooggeister vom Totebode lassen Napoleon auferstehen. (Bild: Hannes Bucher (Luthern, 28. Februar 2017))

In so mancher Gemeinde sind die letzten Spuren der übermütigen Tage bereits beseitigt. Nicht so in Luthern. Hier steckte das Dorf am Güdisdienstag noch voller Energie. «Natürlich, wir haben hier lieber Konfetti als Schneeflocken», meinen etwa Larissa Dubach (11), Giuliana Birrer (12) und ihre Kolleginnen, die gespannt den Umzugsvorbereitungen zuschauen. 36 Nummern machen sich bereit.

Als es dann um halb zwei Uhr zünftig knallt, die Trommeln wirbeln, es blechig posaunt und trompetet und die Buure-Trychler von der Treichlergruppe Hinterland einsetzen, gibt es kein Halten mehr. Fasnacht pur. Nichts von Regen oder Schneegestöber, wohl aber ergiessen sich Unmengen von Konfetti über die rund 2500 Zuschauer. Die Napf-Fasnächtler geben Vollgas.

Wildschweine und Geister im Anmarsch

Mit dabei am Umzug sind viele Kinder und auch die Schulklassen: die Basisstufe als herzige Zillys Zauberschule, die 3./4.-Klässler als Himmelsgestirne – während die 5./6.-Klässler weit der Zeit voraus sich schon als Abschlussklassenschüler 2020/21 inszenieren. Ja, dann können sie wie die Grossen Fasnacht machen, so wie es eben diese am Umzug vorleben: Die Plooggeister vom Totebode etwa, die furchterregend die düstere Napoleonzeit zeigen und dabei einen Gefangenen im Käfig vorführen, mit dem niemand tauschen möchte. Der Skiclub Luthern demonstriert «Wildschweine im Anmarsch», die Gitarrengruppe inszeniert eine farbige Älpler-Chilbi am Napf. Das Begegnungszentrum setzt das Sujet gleich nochmals um. Der rauchende Kafiwagen der Schleipfgrende, die Kräuterfrauen und die gfürchigen Änzilochmanne geben dem Treiben den stimmigen Touch – musikalisch aufgenommen von den Flueh-Fägern Luthern und Co. Auf dem Dorfplatz geht es nach dem Umzugsende weiter – mit dem traditionellen Versteigern von Tanne und Ferkel – eine ­lange Dorffasnacht-Nacht setzt schliesslich auch dem bunten Treiben in Luthern ein Ende.

Hannes Bucher

kanton@luzernerzeitung.ch

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