LUTHERN: Tötungsdelikt: Täter hatte keinen Waffenschein

Im Fall der getöteten Frau in Luthern kommen immer mehr Details ans Licht: Der Bauer, der am Sonntag in Luthern mit einer Pistole die 44-jährige Frau erschoss, seinen Bruder anschoss und sich selbst tödlich verletzte, hatte keinen Waffenerwerbsschein.

Drucken
Teilen
Die Polizei bewachte am Montag das Bauernhaus, wo am Sonntag die Schüsse fielen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Polizei bewachte am Montag das Bauernhaus, wo am Sonntag die Schüsse fielen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Wieso der 60-jährige mutmassliche Täter zur Waffe griff, war am Dienstag weiterhin unklar. Die Abklärungen zum Tatmotiv, Tatablauf und zur Tatwaffe wurden am Dienstag fortgeführt. So konnte der überlebende Bruder befragt werden. Zudem stellte sich heraus, dass der mutmassliche Täter keinen Waffenerwerbsschein für die Tatwaffe hatte, wie Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage sagte.

Bekannt wurde am Dienstag, dass es auf dem Hof im Gebiet Enzischüür schon 2012 zu einer Handgreiflichkeit zwischen dem mutmasslichen Täter und der am Sonntag erschossenen Frau gekommen war. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass gegen den Bauer wegen Verdachts auf Körperverletzung und Tätlichkeit ein Verfahren geführt und eingestellt worden sei.

sda/nop