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LUZERN: 100 Frauen belästigt – 32 Monate Gefängnis für Stalker

Ein Stalker ist vom Kriminalgericht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Gemäss des Urteils ist eine Vielzahl der dem 45-jährigen Schweizer vorgeworfenen Delikte verjährt.
Der Mann hat unzählige Frauen gestalkt (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Mann hat unzählige Frauen gestalkt (Symbolbild) (Bild: Archiv Neue LZ)

Die Staatsanwaltschaft hatte beim Prozess von Anfang Dezember eine fünfjährige Freiheitsstrafe gefordert. Gemäss ihrer Darstellung hatte der Mann in rund 100 Fällen Frauen belästigt, war in Wohnungen eingedrungen und hatte dort Unterwäsche gestohlen oder zerschnitten.

Das Kriminalgericht sprach den Beschuldigten in einer Vielzahl von Fällen des mehrfachen Diebstahles, des mehrfachen Diebstahlversuchs, der mehrfachen und teils schweren Sachbeschädigung sowie des mehrfachen Hausfriedensbruches für schuldig, wie aus dem am Montag publizierten Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, hervorgeht.

Freigesprochen wurde der Beschuldigte vom Vorwurf der versuchten Brandstiftung und des gewerbsmässigen Diebstahls sowie von einzelnen Diebstahlvorwürfen und einem Vorwurf des Hausfriedensbruchs.

Gemäss Staatsanwaltschaft hatte der Beschuldigte die Einschleich- und Einbruchdiebstähle zwischen 1999 und 2014 begangen. Das Verfahren wurde bezüglich einer Vielzahl von Tatvorwürfen, bei denen es um Diebstähle, Sachbeschädigungen, Hausfriedensbrüche, Nötigungen und Drohungen ging, wegen Verjährung eingestellt.

Das Gericht anerkannte eine in leichtem Grade verminderte Schuldfähigkeit. Es ordnete eine ambulante psychotherapeutische Behandlung an. Der Strafvollzug wird durch diese nicht aufgeschoben.

Weil eine Wiederholungsgefahr bestehe, verlängerte das Gericht die Zwangsmassnahmen, denen der zur Zeit auf freiem Fuss lebenden Beschuldigten unterworfen ist, bis Juni 2016. So darf dieser gewisse Gebiete nicht betreten und nicht mit den Geschädigten Kontakt aufnehmen.

Das Urteil liegt erst im Dispositiv vor. Eine Begründung des Gerichtes gibt es deswegen noch nicht. Die Verteidigung hatte für eine bedingte Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren plädiert. (sda)

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