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LUZERN: 100 neue Stellen im Energiebereich

Die Solarfirma BE Netz AG verlässt Ebikon und baut in Littau ihren neuen Hauptsitz. Weitere Unternehmen, die auf erneuerbare Energie setzen, sollen folgen.
Roger Amberg
Die Firma Be Netz AG ist auf die Planung und den Bau von Solaranlagen spezialisiert. So zum Beispiel die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Swissporarena in Luzern. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)

Die Firma Be Netz AG ist auf die Planung und den Bau von Solaranlagen spezialisiert. So zum Beispiel die Photovoltaikanlage auf dem Dach der Swissporarena in Luzern. (Bild: Urs Flüeler / Keystone)

Es sind nach mehreren schlechten Nachrichten wieder einmal positive Neuigkeiten für den Wirtschaftsstandort Luzern. Nachdem zuletzt viele grosse Firmen wie die Swisscom, Mobility oder die SBB angekündigt haben, Arbeitsplätze in Luzern abbauen oder an andere Orte verlagern zu wollen (wir berichteten), zeigt die Firma BE Netz Bau und Energie AG, dass es auch andersherum gehen kann.

Das auf die Planung und den Bau von Solaranlagen spezialisierte Unternehmen verlagert seinen Hauptsitz und damit 50 Arbeitsplätze von Ebikon nach Luzern. Im «Energiehaus Luzern» soll ein neues Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien entstehen. Rund 100 Personen sollen künftig an der Luzernerstrasse 131 im Stadtteil Littau arbeiten. Neben dem neuen Firmensitz der BE Netz AG und Büroräumlichkeiten für andere Unternehmen sollen dort auch verschiedene Schulungs- und Konferenzräume realisiert werden.

2020 soll das Gebäude bezugsbereit sein

Marius Fischer, Geschäftsleiter der BE Netz AG, erklärt das neue Projekt: «Es sind zwei treibende Kräfte, die uns zu diesem Schritt veranlasst haben. Zum einen wollen wir als Firma investieren, zum anderen haben wir eine Vision eines Energiehauses.» 2017 soll mit dem Um- und Ausbau des neuen Zentrums begonnen werden. Die erforderlichen Gesuche seien in Bearbeitung. Auch die Denkmalpflege müsse mit einbezogen werden. Bis 2020 rechnet man mit der Fertigstellung des neuen Firmensitzes.

Zu den genauen Kosten wollte man sich bei BE Netz nicht äussern. Mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Luzern sei man bislang noch nicht in Kontakt getreten, so Fischer: «Die treibenden Kräfte hinter der Idee stammen aus dem internen Bereich.»

Was bedeutet Kompetenzzentrum konkret? Die BE Netz AG will am neuen Standort in Luzern verschiedenste Anbieter und Firmen, welche sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen, unter einem Dach vereinen: «Wir wollen mit dem neuen Kompetenzzentrum eine Plattform schaffen, um an einem Ort verschiedene Kräfte zusammenzubringen, seien das Architekten, Bauingenieure, Grafiker oder andere Fachkräfte. Bei grösseren Projekten ist man auf all diese Leute angewiesen», erklärt Fischer, der sich durch die engere Zusammenarbeit und den Wissensaustausch eine Steigerung der Effizienz erhofft.

Auch wenn noch keine Verträge unterzeichnet sind, gäbe es bereits Kontakt zu verschiedenen Interessenten: «Die Resonanz ist bisher sehr positiv. Allerdings braucht es eine gewisse Zeit, bis die verschiedenen Firmen ihre Strategieentwicklung abgeschlossen haben. Ich bin aber zuversichtlich, dass das Projekt realisierbar ist.»

Die Solarenergie, auf die sich die BE Netz AG besonders spezialisiert hat, habe viele interdisziplinäre Aspekte, welche es nun effizient umzusetzen gelte. Es erleichtere die Arbeit, wenn man sich für ein Projekt nicht zu unzähligen Sitzungen an externen Standorten treffen müsse, sondern alles kompakt in einem Zentrum abhandeln könne.

Solaranlage auf der Swissporarena gebaut

Diese neue Ausrichtung sei für die Solarbranche wichtig, betont Marius Fischer: «Wenn man die Solarbranche separat betrachtet, besteht zurzeit die Gefahr, dass sie nicht weiterkommt, sich nicht weiterentwickelt. Damit man Erfolg haben und innovative Lösung generieren kann, sind wir auf viele Partner angewiesen.» Im neuen Kompetenzzentrum soll die Zusammenarbeit mit jenen Partnern nun gestärkt werden.

Die BE Netz AG ist in der Region bereits bekannt. Unter anderem installierte sie auf dem Dach der Swissporarena die grösste Solaranlage der Stadt Luzern (wir berichteten).

Roger Amberg

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