LUZERN: 150 Kurden demonstrieren gegen IS-Terrormiliz

Angesichts des Kampfes ihrer Landsleute gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) in Syrien haben Kurden in Luzern am Samstag für den Schutz von Minderheiten protestiert. An der bewilligten Kundgebung nahmen schätzungsweise 150 Personen teil.

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Die (Bild: Keystone)

Die (Bild: Keystone)

Zur bewilligten Kundgebung aufgerufen hatte das "Solidaritätskomitee Rojava - Luzern". Es will die Bevölkerung in der Schweiz für den Kampf der Kurden im selbstverwalteten Gebiet Rojava in Nordsyrien gegen die IS-Terrormiliz sensibilisieren.

Die Demonstranten versammelten sich gegen 17.30 Uhr bei Nieselregen in der weitgehend menschenleeren Altstadt auf dem Luzerner Kapellplatz. Unter den geschätzten knapp 150 Teilnehmern waren zahlreiche Kinder und Jugendliche.

Mit Transparenten wie "Hand in Hand gegen Isis. Solidarität mit Kurdistan" und Sprechchören wie "Raus aus Kurdistan. Dschihadisten raus" protestierten sie gegen den IS-Vormarsch in der nordsyrischen Stadt Kobane. Der bewilligte Umzug führte unter den Augen von über einem Dutzend Polizisten vom Kapellplatz über die Seebrücke zur Bahnhofstrasse und durch die Altstadt zurück zum Startplatz.

Der Demonstrationszug blieb friedlich. Für den Umzug wurde auf der Seebrücke für wenige Minuten eine Fahrspur gesperrt.

Bei einer ähnlichen Kundgebung des Kurdischen Kultur- und Integrationsvereins im Oktober in Luzern hatten gegen 300 Demonstranten teilgenommen. (sda)