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Luzern: 400 Franken für Nacktfotos - ein 17-Jähriger wird wegen Erpressung festgenommen

Ein 14-jähriges Mädchen hat einem Jungen via Snapchat Nacktfotos geschickt. Später drohte er, diese zu publizieren, sollte sie ihm nicht 400 Franken bezahlen. Nach der ersten Geldübergabe forderte er noch mehr Geld.
Yasmin Kunz
Ein 17-jähriger Luzerner soll eine 14-Jährige mit Nacktfotos erpresst haben. Der Jugendliche wurde festgenommen. (Symbolbild: Christof Schürpf/Keystone)

Ein 17-jähriger Luzerner soll eine 14-Jährige mit Nacktfotos erpresst haben. Der Jugendliche wurde festgenommen. (Symbolbild: Christof Schürpf/Keystone)

Ein Jugendlicher wurde von der Luzerner Polizei ermittelt und festgenommen, weil er ein Mädchen erpresst hat. Die 14-jährige Schweizerin hat ihm Nacktfotos geschickt, woraufhin er sie im Februar 2018 mit den Bildern erpresst hat. Das teilt die Luzerner Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Der 17-Jährige drohte, die Bilder zu publizieren, sollte sie ihm nicht den gewünschten Betrag von 400 Franken bezahlen. Nach einer anonymen Geldübergabe forderte der Täter noch mehr Geld. Das Opfer wandte sich dann an die Luzerner Polizei, die den Täter, ein Schweizer, an seinem Wohnort in einer Luzerner Gemeinde festnehmen konnte.

Die Bilder wurden gemäss Simon Kopp, Sprecher der Luzerner Staatsanwaltschaft, nie veröffentlicht, das Handy des Jugendlichen hat die Polizei beschlagnahmt. Der Jugendliche ist geständig. Die Untersuchung führt die Jugendanwaltschaft Luzern.

Viele Sex-Tortion-Fälle bleiben im Dunkeln

Die Untersuchung gestaltet sich nicht ganz einfach, wie Kopp auf Anfrage sagt. «Wir mussten mittels Rechtshilfeersuchen in Amerika den Täter ermitteln. Dies weil der Server von Snapchat sich in den USA befindet.»

Der Staatsanwaltschaft Luzern sind nur wenige solcher Sex-Tortion-Fälle bekannt. Kopp vermutet, dass die Dunkelziffer aber sehr hoch ist. «Viele Betroffene haben leider Hemmungen sich zu melden, weil sie sich schämen.» Er rät Opfern von Sex-Tortion, sich ihrem Umfeld anzuvertrauen oder sich an die Beratungsstelle von Pro Juventute oder die Polizei zu wenden.

Opfer sind vor allem Mädchen

Bei Sex-Tortion werden vor allem junge Mädchen über die sozialen Medien dazu gebracht, Nacktfotos von sich zu versenden, mit welchen sie in Folge massiv unter Druck gesetzt und erpresst werden.

Tipps der Schweizerischen Kriminalprävention:

- Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen und Einladungen in sozialen Netzwerken an, wenn Sie die Person nicht zweifelsfrei identifizieren können oder im realen Leben bereits getroffen haben.
- Machen Sie sich stets bewusst, dass Sie während eines Videochats gefilmt werden könnten und verzichten Sie deshalb auf Handlungen, für welche Sie sich im Nachhinein schämen könnten.
- Deaktivieren und überkleben Sie Ihre Webcam immer, wenn Sie nicht gerade via Videochat mit jemandem sprechen.
- Halten Sie das Betriebssystem, den Browser und den Virenschutz Ihrer elektronischen Geräte immer auf dem aktuellsten Stand, um sich vor Malware zu schützen.
- Informieren Sie Ihr Umfeld über diese Erpressungsmethode.

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