LUZERN: 18 Kinder pro Klasse finanziell unmöglich

Der Stadtrat nimmt Stellung zu einer Volksmotion, welche die Senkung der durchschnittlichen Klassengrösse auf 18 Kinder fordert. Dies sei nicht möglich, urteilt der Stadtrat. Der Erhalt der Quartierschulen sei aber trotzdem gesichert.

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Der Stadtrat hält an der durchschnittlichen Klassengrösse von 20 Kindern fest. (Symbolbild)

Der Stadtrat hält an der durchschnittlichen Klassengrösse von 20 Kindern fest. (Symbolbild)

Eine Senkung der Klassengrösse sei aus finanziellen Gründen nicht möglich, informiert der Stadtrat in seiner Antwort auf die Motion. Die Unterzeichnenden der Volksmotion sehen mit einem Klassendurchschnitt von 19.5 bis 20 Kindern pro Klasse die Integrative Förderung und den Erhalt der Quartierschulhäuser gefährdet. Sie haben daher den Stadtrat aufgefordert, den durchschnittlichen Klassenbestand auf 18 Kinder zu senken. Weiter forderten sie den Stadtrat auf, in einem Planungsbericht aufzuzeigen, wie die Quartierschulhäuser mit einem Klassendurchschnitt von 18 Kindern langfristig erhalten werden könnten.

3.7 Millionen Franken Mehrkosten

Der Stadtrat beruft sich auf die in der kantonalen Volksschulbildungsverordnung 2008 festgelegten Klassengrössen. Diese liegen mit Berücksichtigung der Integrativen Förderung für Primarschulen bei 15 bis 22 Lernenden pro Klasse. Ein Klassendurchschnitt von 19.5 bis 20 Kinder liegt also innerhalb dieses vorgegebenen Rahmens. Der Stadtrat gibt in seiner Stellungnahme an, dass die finanziellen Ressourcen eine durchschnittliche Klassengrösse von 18 Kindern momentan nicht zulassen. Die Mehrkosten dafür würden sich gemäss Berechnungen auf 3.7 Millionen Franken belaufen.

Bekenntnis zu Qaurtierschulhäusern

Der Erhalt der Quartierschulen sei aber trotzdem gesichert, denn dieser hänge nicht von der Klassengrösse ab. Der Stadtrat habe mehrmals eine Bekenntnis zum Erhalt der Quartierschulen abgegeben und dieses erklärte Zeil sei für den Stadtrat verbindlich. Der Grosse Stadtrat hat im September 2012 vom Bericht „Volksschule: Entwicklungen und Konsequenzen“ zustimmend Kenntnis genommen. In diesem Bericht hat der Stadtrat die Auswirkungen der Schulentwicklung und der demografischen Entwicklungen auf die Volksschule der Stadt Luzern im Detail beschrieben und klar ausgeführt, dass die kleineren Quartierschulhäuser als Standort nicht gefährdet seien. Es mache deshalb keinen Sinn, einen zusätzlichen Planungsbericht zu erstellen. Der Stadtrat lehnt die Volksmotion somit ab.

pd/spe