LUZERN: 194 Jahre Löwendenkmal in Luzern

Das Infanteriebataillon 61 hat vor dem Löwendenkmal zu Ehren der gefallenen Soldaten zwei Kränze niedergelegt. Erinnert wurde an den Sturm der Tuilerien am 10. August 1792.

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Das Löwendenkmal in der Stadt Luzern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Das Löwendenkmal in der Stadt Luzern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Zum Jahrestag dieses Ereignisses hat das Infanteriebataillon 61, zusammen mit dem Kanton Luzern, vor dem Löwendenkmal in der Stadt Luzern zu Ehren der gefallen Soldaten zwei Kränze niedergelegt. Die Zeremonie wurde vom Rekrutenspiel 16/2 musikalisch begleitet und dauerte rund 75 Minuten, wie die Armee mitteilt.

Der Tuileriensturm und das Löwendenkmal in Luzern

Während der französischen Dominanz über die Schweiz diente ein Regiment von rund 1200 Schweizern als Garde im Dienste des Königs Ludwig XVI. Im Verlauf der Französischen Revolution stürmten die aufgebrachten Revolutionäre am 10. August 1792 mit grosser Übermacht die von den Schweizern heldenhaft verteidigten Tuilerien. Bei der Verteidigung des leeren Königspalastes durch rund 1 000 Schweizergardisten fanden etwa 760 den Tod. Auch die 200 Männer, die den König während des Sturmes auf die Tuilerien in die Nationalversammlung begleitet hatten, mussten ihre Pflichterfüllung mit dem Leben bezahlen: Vom Revolutionstribunal zum Tode verurteilt, wurden sie alle hingerichtet. Karl Pfyffer, ein Offizier der Schweizergarde, beauftragte 1818 den dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen um die Erstellung eines Denkmals zu Ehren der im Kampf gefallenen Schweizergardisten. Daraus entstanden ist das Löwendenkmal in Luzern, welches am 10. August 1821 feierlich enthüllt und eingeweiht wurde. Das Denkmal zeigt einen sterbenden Löwen, der unter sich das Schild mit den Wappen Frankreichs und der Schweiz festhält. Bis heute wird der 10. August als Jahrestag des Kampfes der Schweizergarde angesehen.

red

Sturm der Tuilerien am 10. August 1792. (Bild: zvg)

Sturm der Tuilerien am 10. August 1792. (Bild: zvg)