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LUZERN: 200 Gebäude mit Seewasser heizen

Der Stadtluzerner Energieversorger EWL will über 200 Gebäude mit Wärme und Kälte aus Seewasser versorgen. Profitieren sollen die Gebiete Tribschen, Bahnhof, Neustadt und Schönbühl. Die Kosten für das Projekt werden auf rund 90 Millionen Franken geschätzt.
Der Vierwaldstättersee: EWL Energie Wasser Luzern plant mit der Nutzung des Seewassers über 200 Gebäude mit Wärme und Kälte zu versorgen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Vierwaldstättersee: EWL Energie Wasser Luzern plant mit der Nutzung des Seewassers über 200 Gebäude mit Wärme und Kälte zu versorgen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Energie Wasser Luzern (EWL) gab am Freitag Details zu seinem bereits länger geplanten Seewassernutzungsprojekt bekannt. Bis Ende Jahr will das Unternehmen über die genauen Dimensionen und den Zeitplan entscheiden.

Insgesamt sollen etappenweise rund 15 Kilometer Leitungen in den verschiedenen Stadtteilen verlegt werden. Neben den über 200 Liegenschaften könnten bereits bestehende Verbünde, Gewerbebetriebe, Bürogebäude und die öffentliche Verwaltung an das neue lokale Energienetz angeschlossen werden, heisst es in der Mitteilung.

Im Endausbau werden laut EWL jährlich rund 50 Gigawattstunden Wärme und 40 Gigawattstunden Kälte abgesetzt. Damit könne in der Stadt Luzern der Kohlendioxidausstoss jährlich um 10'000 Tonnen reduziert werden.

Die EWL wollen bei ihrem Projekt auch mit den Verantwortlichen des ebenfalls geplanten See-Energienetzes südlich von Luzern zusammenarbeiten. Die Firma Seenergy plant mit Wasser aus der Horwerbucht, bis zu 1,1 Millionen Quadratmerter Wohn-, Büro- und Gewerbefläche im Gebiet Horw und Luzern Süd zu heizen respektive kühlen.

Energie aus Seewasser kurz erklärt

In einer Tiefe von zirka 30 bis 40 Metern beträgt die Wassertemperatur des Vierwaldstättersees das ganze Jahr über konstant vier bis fünf Grad. Eine Wasserpumpe fördert das Seewasser in eine Energiezentrale. Dort wird mittels Wärmetauscher die Wärme an ein separates Energienetz übergeben. Das in den See zurückfliessende Wasser ist ökologisch unbedenklich. Flora und Fauna sowie die Fischerei werden nicht beeinträchtigt und die Richtwerte des Bundes werden eingehalten.

sda/nop

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