LUZERN: 20'000 Blechpfeifen – Spengler wollen Weltrekord

Was macht eigentlich ein Spengler? Ein Welt­rekordversuch soll den Beruf ins Rampenlicht rücken. Darum werden nun gleichentags Pfeifen gebaut – weltweit.

Roger Rüegger
Drucken
Teilen
Der Luzerner Spenglermeister Ernst Lutz probierte gestern Nachmittag in seiner Werkstatt die aus Blech gebogene Pfeife (siehe auch kleines Bild) aus. (Bild Nadia Schärli)

Der Luzerner Spenglermeister Ernst Lutz probierte gestern Nachmittag in seiner Werkstatt die aus Blech gebogene Pfeife (siehe auch kleines Bild) aus. (Bild Nadia Schärli)

Dem Spenglerhandwerk fehlt der Nachwuchs. Darum sind am nächsten Samstag, 5. April, auf dem Bahnhofplatz in Luzern rund zehn Personen aus Spenglerbetrieben und Verbänden anwesend, um ihren Beruf vorzustellen. Und: Zusammen mit Passanten werden vor Ort Spenglerpfeifen aus Blech angefertigt. «Wir wollen an diesem Tag einen Pfeifenweltrekord aufstellen und 20 000 Stück aus Blech herstellen», sagt Ernst Lutz, Spenglermeister aus Luzern.

Der Spengler ist Fachmann für Blecharbeiten und Abdichtungen an der Gebäudehülle. Er verarbeitet auch Dünnblech und erstellt Blitzschutzanlagen.

In neun Schweizer Städten

Die Idee des Pfeifenweltrekords entstand im Sommer an einem internationalen Branchentreff am Bodensee. Grund für dieses weltweite Werben um die Branche ist laut Jens Menzi, dem Fachbereichsleiter Spengler beim Schweizerischen Gebäudetechnikverband Suissetec: «Ziel dieser Initiative ist, unser Image zu pflegen und den Leuten das Handwerk näherzubringen.»

In neun Schweizer Städten werden am Samstag von 10 bis 16 Uhr unter Anleitung von Fachleuten Pfeifen hergestellt. In der Schweiz will man 5000 Pfeifen bauen. Die Aktion wird in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Tschechien und im Südtirol gefördert, aber auch im Internet. Weltweit laden Spenglerbetriebe und Berufsverbände in über 20 Ländern an mehr als 40 Standorten zu diesem lautstarken Pfeifenweltrekord ein.