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LUZERN: 40 neue Holzsitzbänke im Luzerner Stadtzentrum

Die Stadt Luzern ergänzt die bestehenden 1300 Sitzbänke – und sie wird bis Ende Jahr die Anzahl Sitzbankmodelle von einem Dutzend auf vier reduzieren. Dafür gibt es einen simplen Grund.
Eine Holzsitzbank am Schweizerhofquai. (Bild: PD)

Eine Holzsitzbank am Schweizerhofquai. (Bild: PD)

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

Sitzbänke im öffentlichen Raum sind beliebt. Doch über deren Form und Farbe machen sich wohl die wenigsten Gedanken. Deshalb dürfte kaum jemandem auffallen, wenn per Ende 2018 von aktuell einem Dutzend Sitzbankmodellen deren acht aus dem Luzerner Stadtbild verschwunden sein werden. Grund: Die Stadt strebt eine effizientere Lagerbewirtschaftung an, wie sie gestern mitteilte. Bei den verbleibenden vier Typen handelt es sich um Holzsitzbänke, wie Cornel Suter, Leiter der Stadtgärtnerei, sagt: «Es werden keine Modelle aus dem kürzlich durchgeführten Sitzmöbeltest installiert.»

Die Reduktion der Typen bedeutet aber nicht, dass auch die Anzahl montierter Sitzbänke von derzeit 1300 Stück verringert wird. Im Gegenteil, es werden sogar weitere 40 dazukommen. Gemäss einer Studie im Rahmen des «Forums Attraktive Innenstadt» sind gut gestaltete Stadträume elementar für die positive Entwicklung des Detailhandels. Dazu gehörten freie Fusswege und schöne Aussenräume, damit sich die Leute gut aufhalten, ausruhen und erholen könnten.

Die Studienverfasser empfehlen der Stadt die Einrichtung von Fussgängerzonen und Fussgängerwegen mit genügend Verweilmöglichkeiten. Nun sollen Plätze und Flächen attraktiver werden, bei welchen zu erwarten ist, dass sie in der aktuellen Gestaltung langfristig erhalten bleiben. Im Fokus stehen laut Mitteilung der Stadt drei Orte in der Innenstadt: «Die Gebiete Museumsplatz vor dem Chäs Barmettler, der Platz in der Mariahilfgasse und die kleine Grünanlage in der Klosterstrasse sind nicht mehr zeitgemäss und attraktiv, weshalb diese mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten und neuer Bepflanzung einladender gestaltet werden.»

Die Stadt rechnet für die einmalige Bereinigung aller Sitzbänke mit Kosten von 280'000 Franken. Dabei handelt es sich um 300 alte und teils beschädigte Bänke hauptsächlich in Littau, auf der Ufschötti, im Würzenbach sowie entlang des General-Guisan-Quais.

Möglich macht die Investition die Rechnung 2016. Diese schloss mit einem Überschuss von 37,5 Millionen Franken ab. Der Stadtrat beschloss darauf, einen Mehrwert für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt zu schaffen. Der Grosse Stadtrat genehmigte im Juni 2017 dann eine Einlage von 500'000 Franken zur Aufwertung der öffentlichen Sitz- und Verweilmöglichkeiten.

2015 wollte die Stadt bei den Bänkli noch sparen

Für den Unterhalt der Sitzbänke ist die Stadtgärtnerei zuständig. Mit den Verbänden Luzerner Maler und Luzerner Schreiner besteht für den Unterhalt eine Kooperationsvereinbarung. Diese war 2015 aus der Not entstanden. Damals waren im Zuge des städtischen Sparpakets Einsparungen im Bereich der Park- und Grünanlagen geplant - so wollte die Stadt die Anzahl Sitzbänke reduzieren. Dies führte zu harschen Protesten in der Bevölkerung.

Holzsitzbänke auf dem Theaterplatz bei der Jesuitenkirche. (Bild: PD)

Holzsitzbänke auf dem Theaterplatz bei der Jesuitenkirche. (Bild: PD)

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