LUZERN: 9,35 Millionen für Hochwasserschutz bewilligt

Im Kanton Luzern kann ein weiterer Abschnitt der Kleinen Emme ausgebaut werden. Der Kantonsrat hat einen Kredit von 9,35 Millionen Franken gutgeheissen, damit der Weiler Stägmättli zwischen Malters und Blatten vor Überschwemmungen geschützt werden kann.

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Entlang der Kleinen Emme werden zahlreiche Schutzmassnahmen gegen Hochwasser getroffen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Entlang der Kleinen Emme werden zahlreiche Schutzmassnahmen gegen Hochwasser getroffen. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Kredit war im Parlament unumstritten und passierte mit 93 zu 3 Stimmen. Eine Diskussion wurde nicht geführt.

Gemäss des Projektbeschriebs wird das linke Ufer der Kleinen Emme entlang der Autostrasse fest verbaut. Das rechte Ufer wird verschoben und renaturiert, so dass der Fluss mehr Platz erhält. Die Ufer werden mit Blocksteinen gesichert.

Mit diesen Massnahmen könne die Abflusskapazität der Kleinen Emme beim Stägmättli in der Gemeinde Malters erhöht werden, schrieb der Regierungsrat. Damit werde das Siedlungsgebiet vor künftigen Überschwemmungsschäden weitgehend geschützt. Das Wasserbauprojekt verfolgt gemäss der Botschaft auch ökologische Ziele.

Die Kosten für den Gewässerausbau wurden auf 9,35 Millionen Franken veranschlagt. Der Bund übernimmt voraussichtlich 45 Prozent. Die Gemeinde Malters und weitere Interessierte müssen zusammen 25 Prozent übernehmen. Dem Kanton verbleiben somit noch 2,8 Millionen Franken.

Der Ausbau beim Stägmättli ist Teil eines Grossprojektes, das den Hochwasserschutz und die Renaturierung des Flusses von der Mündung der Fontanne bis zur Mündung der Kleinen Emme in die Reuss umfasst. Lanciert worden ist es nach dem grossen Hochwasser von 2005.

Hinweis: So stimmten die Parlamentarier »

(sda)