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LUZERN: Ab Dienstag wirtet im «Maihöfli» ein neues Viererteam

Die Stadtluzerner Quartierbeiz im Maihof heisst bald wieder Gäste willkommen – und trumpft mit einer eigenen Hauswurst auf.
Sie übernehmen im «Maihöfli» das Ruder (von links): Die neuen Pächter Oscar de Matos mit seiner Partnerin Nadine Baumgartner (sitzend), Koch Ueli Fankhauser und Kellner Louis Sigg. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 3. Mai 2018))

Sie übernehmen im «Maihöfli» das Ruder (von links): Die neuen Pächter Oscar de Matos mit seiner Partnerin Nadine Baumgartner (sitzend), Koch Ueli Fankhauser und Kellner Louis Sigg. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 3. Mai 2018))

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

«Die Punkte und Sterne sind bei uns die Gäste», sagt Chefkoch Oscar de Matos (33). Damit spricht er die Gault Millau Punkte seines Vorgängers an. Zusammen mit Partnerin Nadine Baumgartner (30) hat sich de Matos mit dem Restaurant Maihöfli einen lang gehegten Wunsch erfüllt.

«Wir wussten immer, dass wir irgendwann in Eigenregie einen Gastrobetrieb führen wollen. Jetzt passt es, Grösse und Lage sind ideal, das wird eine spannende Herausforderung, der wir uns gerne stellen», sagt Nadine Baumgartner. Auch sei die Pacht «fair» und der Fünfjahresvertrag mit jährlicher Option auf Verlängerung eine gute Basis.

Stammtisch hat Platz gewechselt

Viel geändert hat sich im Innern des Restaurants nicht: Die Küche wurde mit einem Green-Egg-Grill zum Grillieren, Räuchern, Backen und Schmoren und einem Sous-Vide-Garer für Niedergargerichte aufgerüstet, die Holzgestelle durch metallene ersetzt. Und der Stammtisch steht nun in der Ecke der Gaststube und nicht mehr in der Mitte des Lokals. Das sei praktischer, so das Wirtepaar.

Platz hat es für 60 Gäste. Tische und Stühle bleiben, an der Bar gibt es einige Hocker. Gezapft wird «Eichhof»-Bier und die Weinkarte bietet europäische Tropfen. Obwohl Oscar de Matos die Lehre einst im weltbesten spanischen Restaurant «El Bulli» des katalanischen Drei-Sterne-Kochs Ferran Adrià machte, erinnern heute im «Maihöfli» höchstens noch die beiden Bulldoggen Picasso und Juno an jene Zeit.

Das Lokal «El Bulli» an der Costa Brava schloss übrigens vor sieben Jahren. Oscar de Matos betont aber, dass das «Maihöfli» trotz seiner Herkunft und Ausbildung kein spanisches Restaurant werde, höchstens spanische Akzente setze: «Wir pflegen eine gutbürgerliche Küche mit regionalen Zutaten.» Dazu gehört auch die Eigenkreation einer Wurst.

Hauswurst ist eine Eigenkreation

De Matos hat zusammen mit seinem Koch Ueli Fankhauser (23) ein Rezept für eine eigene «Maihöfli»-Wurst entwickelt. Produziert wird die Hauswurst in der Spezialitätenmetzgerei Wechsler in Nebikon. Dazu werde Rösti serviert. «Wir setzen nicht auf Tausend Zutaten. Lieber drei vier Komponenten, die im Gaumen erkennbar sind», beschreibt de Matos die Kochphilosophie im künftigen «Maihöfli».

Einfach wird auch die Speisekarte gehalten. Zur Auswahl stehen drei, vier Vorspeisen, eben so viele Hauptspeisen und Desserts. Je nach Saison wird die Karte angepasst. Nicht zu vergessen die hausgemachten Glaces, die von der Luzerner Gelateria dell’ Alpi an der Denkmalstrasse bezogen werden.

Zwei Mittagsmenüs, eines vegetarisch – und immer mit Suppe oder Salat –, kosten um die 20 Franken. Nebst à la carte gibt es ein Degustationsmenü mit sechs Gängen für 98 Franken. «Haute cuisine mit viel Kreativität», sagt de Matos.

Ein Quartett mit gemeinsamer Mission

Die Vier vom «Maihöfli» kennen sich schon seit geraumer Zeit. Denn nebst den Köchen hat auch Kellner Louis Sigg (21) im Hotel Schweizerhof gearbeitet. Und Wirtin Nadine Baumgartner absolvierte in Luzern die Hotelfachschule und arbeitete zuletzt als stellvertretende Betriebsleiterin im Restaurant «Cha Cha Thai».

Der Wunsch, bei der Arbeit mit Menschen zu tun zu haben, führte die Vier zusammen. Der Jüngste im Quartett, Louis Sigg, sagt: «Ich bin nicht fürs Büro geschaffen, muss mich bewegen, deshalb bevorzuge ich den Kellnerberuf.» Koch Ueli Fankhauser war vor dem «Schweizerhof» in diversen Küchen aktiv. Er schätzt es nun sehr, künftig in einem Zweierteam kulinarisch kreativ zu sein.

Hinweis

Geöffnet hat das Restaurant ab 8. Mai von Dienstag bis Samstag, neu auch nachmittags.

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