LUZERN: Ab Februar gilt es in Swissporarena ernst

Das verschärfte Hooligan-Konkordat tritt in Luzern auf die Rückrunde der Super-League in Kraft. Die Eingangskontrollen für die Besucher werden strenger.

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Das umstrittene, verschärfte Hooligan-Konkordat soll für mehr Sicherheit in den Stadien sorgen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Das umstrittene, verschärfte Hooligan-Konkordat soll für mehr Sicherheit in den Stadien sorgen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

rk./chh. Im ersten Rückrunden-Spiel des FC Luzern gegen die Grasshopper tritt auf der Allmend erstmals das verschärfte Hooligan-Konkordat in Kraft. Die Matchbesucher müssen laut der Luzerner Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli «je nach Situation» mit strengeren Eingangskontrollen rechnen. Nachdem das Bundesgericht seinen Entscheid zum Hooligan-Konkordat gefällt hat, gibt die Luzerner Regierung nun grünes Licht für die Umsetzung.

Die Matchbesucher können demnach von den Sicherheitsleuten nach verbotenen Gegenständen abgesucht werden. In Einzelfällen und bei konkretem Verdacht sind neu auch Kontrollen unter den Kleidern und Intimkontrollen durch die Polizei möglich.

Verzicht auf ID-Kontrollen

Allerdings werden nicht alle im Konkordat vorgesehenen Massnahmen in Luzern angewendet. So verzichtet man laut Schärli auf ID-Kontrollen der Besucher, da dies sehr aufwändig wäre und zudem alle Matchbesucher beeinträchtigen würde. Auch auf die umstrittenen Kombitckets wird verzichtet. Diese sehen vor, dass registrierte Fans nur mit vorgeschriebenen Transportmitteln – etwa Extrazügen – zum Spiel gelangen können.

Für den Basler SP-Politiker und Fussballfan Tobit Schäfer, der gegen das Konkordat geklagt hatte, ist der Gerichtsentscheid ein «grosser Erfolg» – dies obwohl das Gericht nur marginale Anpassungen verlangt hat.