LUZERN: Abfalldetektive sind am Limit

Die Stadt Luzern hat im letzten Jahr 125 Tonnen illegal entsorgten Abfall ein­gesammelt. Verzeigt wurden aber nur zehn Personen – weil es an Personal fehlt.

Lena Berger
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Ein Werkhof-Mitarbeiter der Stadt Luzern durchsucht einen illegal entsorgten Abfallsack. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Ein Werkhof-Mitarbeiter der Stadt Luzern durchsucht einen illegal entsorgten Abfallsack. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die illegal entsorgte Abfallmenge ist in den letzten Jahren um rund zehn Prozent gestiegen – 2012 lag sie bei durchschnittlich 342 Kilo pro Tag. Die Zahl der angezeigten Güselsünder dagegen sinkt. 2005 machte das Strasseninspektorat 390 Strafanzeigen, 2012 gerade noch zehn. «Der Rückgang hängt mit der geringeren Zahl der durchgeführten Stichproben zusammen», sagt dazu Franz Suter, Ressortleiter Werkdienste bei der Stadt Luzern.

Der Aufwand für die Abfallentsorgung im öffentlichen Raum habe durch das vermehrte Littering auf öffentlichen Plätzen und Grünanlagen massiv zugenommen. Gleichzeitig gilt beim Tiefbauamt der Stadt ein Einstellungsstopp. So fehlen dann beim Durchsuchen von illegal entsorgtem Abfall auf Spuren der Verursacher die Ressourcen. Daher konnte der Werkdienst gemäss dem städtischen Abfallberater Othmar Fries nur in unregelmässigen Abständen Kontrollfahrten durchführen. «Sobald wieder mehr Ressourcen vorhanden sind, werden die Kontrolltätigkeiten umgehend ausgedehnt, um die Anzahl der unzulässigen Entsorgungen klein zu halten», verspricht er.

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